Fußball
DFB-Pokal: Essen besiegt Bayer - BVB, Bremen und Kiel weiter

Leverkusen ist raus, Essen feiert. Bremen und Dortmund stehen im Viertelfinale, auch der Bayern-Bezwinger ist dabei. Der DFB-Pokal hatte am Dienstagabend wieder viel zu bieten. Berlin ist nicht mehr weit.

Mittwoch, 03.02.2021, 05:11 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 05:22 Uhr
Ein Spielball liegt auf dem Rasen. Foto: Stuart Franklin

Berlin (dpa) - Bayer Leverkusen hat sich als nächster Bundesligist aus dem DFB-Pokal verabschiedet, Werder Bremen und nach langem Zittern auch Borussia Dortmund sind dagegen auf Kurs. Die Werkself verlor am Dienstagabend gegen Regionalligist Rot-Weiss Essen nach Verlängerung mit 1:2 (0:0, 0:0) - vor dem Stadion des klassentiefsten im Wettbewerb verbliebenen Clubs wurde der Einzug ins Viertelfinale mit Feuerwerk gefeiert. Weiterhin vom Finale in Berlin träumen dürfen auch die Fans von Bayern-Bezwinger Holstein Kiel, der im Elfmeterschießen mit 7:6 (1:1, 1:1, 0:0) gegen den Zweitligarivalen Darmstadt 98 gewann.

Der BVB hatte beim 3:2 (2:2, 2:0) nach Verlängerung gegen den Zweitligisten SC Paderborn deutlich mehr Mühe als erwartet. Emre Can (6.) und Jadon Sancho (16.) trafen in der regulären Spielzeit für Dortmund. Julian Justvan (79.) sowie Prince Osei Owusu (90.+7) per Foulelfmeter retteten Paderborn in einer dramatischen Schlussphase aber in die Verlängerung.

Vor dem Strafstoß hatte Erling Haaland zum vermeintlichen 3:1 für den BVB getroffen (90.+4), Schiedsrichter Tobias Stieler gab das Tor nach Ansicht der Videobilder aber nicht und entschied stattdessen wegen eines Fouls zuvor im Dortmunder Strafraum auf Elfmeter für den Zweitligisten. In der Verlängerung hielt das entscheidende Tor von Haaland (95.) einer minutenlangen Abseits-Überprüfung stand.

Bremen siegte mit 2:0 (1:0) gegen den Paderborner Ligakonkurrenten SpVgg Greuther Fürth. Kevin Möhwald (12.) und Felix Agu (73.) trafen für den Bundesligisten.

Leverkusen blamierte sich im Essener Dauerregen. «Das ist eine bittere Niederlage und ein Scheiß-Gefühl, aber es muss weitergehen», sagte Torwart Lukas Hradecky. «Nach dem 1:0 dachten wir vielleicht schon, dass es vorbei war. Das war der größte Fehler. Jeder steckt da mit drin. Das darf uns nicht passieren.»

Leon Bailey (105.) traf zwar zunächst für Bayer, doch Oguzhan Kefkir (108.) und Simon Engelmann (118.) sorgten dafür, dass Essen auch im 33. Pflichtspiel innerhalb eines Jahres ungeschlagen blieb. Zuvor hatte der Traditionsverein und Cup-Sieger von 1953 Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf ausgeschaltet.

«Was wir als Mannschaft geleistet haben, wirklich unfassbar», sagte der überragende Essener Torwart Daniel Davari bei Sky den Freudentränen nahe. Vorstandschef Marcus Uhlig äußerte zur kommenden Runde, die am Sonntag (18.30 Uhr) von Solo-Weltumsegler Boris Herrmann ausgelost wird: «Wenn noch ein schlagbarer Zweitligist dabei bleibt, hätte ich den gerne.»

Möglicherweise Kiel - die Norddeutschen hatten bereits in der zweiten Runde gegen die Bayern im Elfmeterschießen bestanden. Gegen Darmstadt war in der regulären Spielzeit Janni Serra (58.) erfolgreich, Serdar Dursun (86.) traf für die Gäste, die dann vom Punkt das Nachsehen hatten. «Das war ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe», sagte Holstein-Trainer Ole Werner. «Im Elfmeterschießen gewinnt am Ende des Tages die glücklichere Mannschaft.»

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