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Rhein-Hochwasser unter kritischer Marke: «Das ist Natur»

Köln (dpa/lnw) - Der Rhein hat am Mittwochmorgen in Köln noch nicht Pegelstand von 8,30 Metern erreicht, ab dem keine Schiffe mehr fahren dürfen. Der Pegelstand lag bei 8,26 Metern. Die Kölner Hochwasserschutzzentrale rechnet allerdings damit, dass die kritische Marke aufgrund von Niederschlägen im gesamten Rhein-Einzugsgebiet noch überschritten wird, wahrscheinlich am Donnerstag. Mit einem Fallen des Wasserstandes wird ab Anfang nächster Woche gerechnet. Hundertprozentig könne man das nicht voraussagen. «Das ist Natur», sagte eine Sprecherin der Hochwasserschutzzentrale am Mittwochmorgen.

Mittwoch, 03.02.2021, 07:50 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 08:02 Uhr
Treibgut ist mit dem Hochwasser ans Ufer geschwemmt worden. Foto: Oliver Auster

Die Schiffe dürfen ab einem Pegelstand von 8,30 Metern nicht mehr fahren, weil die Höhe unter den Rheinbrücken zu gering wird. Mit dem Verbot soll auch vermieden werden, dass Deiche durch die von den Schiffen verursachten Wellen beschädigt werden.

Faktisch würden jetzt auch schon kaum noch Schiffe fahren, sagte die Sprecherin. «Das ist nicht wie bei Autofahrern, die noch bei Dunkelgelb über die Ampel fahren. Da fährt keiner bei 8,29 Metern noch unter der Brücke durch.» Unter anderem bestehe dann die Gefahr, dass die Ladung im Hafen nicht mehr gelöscht werden könne.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-279916/2

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