Kriminalität
Mutmaßlicher «Reichsbürger» ohne Maske geht Polizisten an

Essen (dpa/lnw) - Ein renitenter mutmaßlicher «Reichsbürger» ohne Maske soll in einer Essener Bankfiliale einen Polizisten angegangen haben. Der 55-Jährige, der sich geweigert habe, das Gebäude zu verlassen, habe einen der alarmierten Beamten gegen die Brust gestoßen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Situation habe sich wieder entspannt, als der Beamte Reizgas angedroht habe. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Mittwoch, 03.02.2021, 15:31 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 15:42 Uhr
Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Demnach war der 55-Jährige am Dienstagvormittag ohne Mund-Nasen-Schutz in der Bank erschienen. Als Mitarbeiter ihn aufgefordert hätten, eine Maske zu tragen, habe der Mann ein «augenscheinlich gefälschtes» Attest vorgelegt, erklärte die Polizei. Während der Diskussion habe er immer wieder den Kundenverkehr gestört und sich geweigert, die Filiale zu verlassen.

Als Polizisten den Mann aus dem Gebäude bringen wollten, habe dieser sich losgerissen, den Beamten gestoßen und entgegnet, die Bundesrepublik Deutschland nicht anzuerkennen. Der 55-Jährige kam schließlich in Gewahrsam. Gegen den Mann werde wegen Urkundenfälschung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Hausfriedensbruchs ermittelt. Der angegangene Beamte blieb dienstfähig. «Reichsbürger» lehnen den deutschen Staat, sein Rechtssystem, Regierungen, Parlamente und die Polizei ab.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-287335/2

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