Fußball
1:0 gegen Schalke: Wolfsburg im Pokal-Viertelfinale

Nur noch zwei Siege ist der VfL Wolfsburg vom Endspiel des DFB-Pokals entfernt. Gegen Schalke reichten am Mittwoch ein glückliches Tor und eine starke Torwart-Leistung.

Mittwoch, 03.02.2021, 21:41 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 21:52 Uhr
Schalkes William (l) im Zweikampf mit Wolfsburgs Paulo Otávio. Foto: Swen Pförtner

Wolfsburg (dpa/lni) - Der VfL Wolfsburg hat nur mit viel Glück das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Die Niedersachsen besiegten das Bundesliga-Schlusslicht FC Schalke 04 am Mittwochabend trotz schwacher Leistung mit 1:0 (1:0). Bester Spieler der «Wölfe» war Torwart Koen Casteels, der zwei Großchancen der Schalker entschärfte. «Ein paar Prozente, die wir in den letzten Spielen mehr hatten, haben wir heute nicht wirklich gehabt», sagte der Belgier hinterher.

Während die krisengeplagten Schalker im Angriff selbst Chancen aus vier Metern Torentfernung nicht nutzten, hatten sie hinten im entscheidenden Moment Pech. Der Elfmeter, der in der 40. Minute zum Siegtor durch Wout Weghorst führte, wurde erst nach dem Eingriff des Videoassistenten verhängt. Schiedsrichter Felix Zwayer hatte das Foul des Ex-Wolfsburgers William an Xaver Schlager zunächst übersehen. Auch den Strafstoß von Weghorst hielt Torwart Ralf Fährmann zunächst - der Torjäger aus den Niederlagen traf erst per Nachschuss.

Dabei hatte die Schalker Pechsträhne an diesem Tag schon lange vor dem Anpfiff begonnen. Dass der erst am Montag vom FC Arsenal verpflichtete Shkodran Mustafi in der Volkswagen-Arena fehlen würde, war angesichts der Quarantäne-Auflagen nach seinem Wechsel aus London klar. Doch dann fielen auch noch der zweite prominente Wintertransfer Klaas-Jan Huntelaar wegen Wadenproblemen sowie die beiden einst für Millionenbeträge verpflichteten Suat Serdar und Benito Raman mit Erkältungen zusammen. 20 Spieler hätte Trainer Christian Gross für dieses Pokalspiel nominieren dürfen, 17 bekam er nur noch zusammen.

Gemessen an dieser Personallage und vor allem an den seit Monaten frustrierenden Auftritten in der Bundesliga boten die Schalker sogar eine gute Leistung. Vor allem die linke Seite mit Seat Kolasinac und Amine Harit bereitete den zuletzt so starken Wolfsburgern Probleme.

In der 14. Minute blockte VfL-Verteidiger Paulo Otavio nach schöner Vorarbeit von Harit gerade noch rechtzeitig einen Schuss von William ab. Der Brasilianer wurde erst vor anderthalb Wochen von den Wolfsburgern an die Schalke ausgeliehen. Kurz nach dem 1:0 brachte Torwart Koen Casteels dann das Kunststück fertig, einen Schuss von Matthew Hoppe aus nur vier Metern Entfernung zu halten (45.).

Führungstor und vergebener Ausgleich in so kurzer Zeit gaben dem VfL Auftrieb. S04 hielt weiter dagegen, wurde in der zweiten Halbzeit aber häufiger in der Defensive gebunden und auch deshalb vorne kaum noch gefährlich. Nur in der 74. Minute scheiterte erneut ein Schalker aus kurzer Distanz an Casteels - diesmal war es Mark Uth. Wolfsburg brachte den Sieg nach Hause und Schalke kann sich nun ganz auf den schweren Abstiegskampf in der Liga konzentrieren.

«Ich bin ich sehr zufrieden und glücklich, dass wir ins Viertelfinale eingezogen sind. Wir haben jetzt den vierten Zu-Null-Sieg in Serie geschafft. Das ist eine Phase, die man in seiner Karriere nicht so häufig hat», sagte VfL-Trainer Oliver Glasner.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-290256/6

Nachrichten-Ticker