Gesundheit
Ärger über Impftourismus: Mann aus NRW nach Niedersachsen

Bad Fallingbostel/Düsseldorf (dpa/lnw) - Mehrere Landkreise in Niedersachsen haben ihren Ärger über Impftouristen geäußert. Im Heidekreis habe sich jüngst ein Mensch aus Nordrhein-Westfalen impfen lassen wollen, sagte Sprecher Andreas Pütz am Donnerstag. Tatsächlich sei der Termin inzwischen storniert worden, ergänzte Pütz. Ob der Mensch aus NRW den Termin selbst gestrichen hat, konnte das Impfzentrum nicht rekonstruieren.

Donnerstag, 04.02.2021, 14:17 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 14:32 Uhr
Eine Spritze wird vor den Schriftzug «Impfung» gehalten. Foto: Friso Gentsch

Neben dem verhinderten Impftouristen aus Nordrhein-Westfalen haderte der Landkreis mit Anreisenden aus anderen Regionen Niedersachsens. Das gehe schon seit Wochen so, so Pütz. Die Menschen könnten sich Termine geben lassen, «wo sie wollen». Bei den Landkreisen in Niedersachsen habe das viel Unmut hervorgerufen. Mehrere Kreise haben deshalb vom Land gefordert, die Terminvergabe für Impfungen künftig an die Meldeadresse zu knüpfen, wie Pütz sagte. Inzwischen müsse man zumindest online die Postleitzahl eingeben.

Der Hintergrund: In NRW öffnen die Impfzentren erst am Montag - in anderen Bundesländern sind sie bereits in Betrieb. So hatte die «Rheinische Post» bereits vergangene Woche von einem Unternehmer aus dem Ruhrgebiet berichtet, der für seine Eltern eine Impfung in Mannheim (Baden-Württemberg) klargemacht hatte. Die zweite Dosis sollen sie am 18. Februar in NRW bekommen.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-300624/3

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