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Skigebiete drängen auf Öffnung

Winterberg/Willingen (dpa) - Angesichts großer Schneemengen drängen die Skiliftbetreiber im Sauerland auf eine baldige Öffnung der Skigebiete. Wenn die Politik sich nicht dazu entschließe, den Liftbetrieb wieder zu erlauben oder weiter «keine echten Hilfen» bereitstelle, drohten Insolvenzen, hieß es am Montag in einer Mitteilung der Wintersport-Arena Sauerland, dem Zusammenschluss der Skigebiete in Sauerland, Siegerland sowie dem hessischen Willingen. An der frischen Luft bestehe kaum Ansteckungsgefahr. Die vorgelegten Hygienekonzepte der Liftbetreiber seien wissenschaftlich überprüft und für wirksam erachtet worden.

Montag, 08.02.2021, 12:32 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 12:42 Uhr
«Skigebiet wegen Corona geschlossen!» steht auf der Anzeigetafel an einem Skilift. Foto: Marius Becker

So planen die Skigebiete eine deutliche Limitierung der Besucherzahlen durch begrenzte Ticketkontingente sowie eine konsequente Besucherlenkung und Kontrollen. Daher sei auch nicht mit einem Andrang wie in den Weihnachtsferien zu rechnen. Weil Lifte zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht betrieben werden dürfen, sind nach Angaben der Betreiber bereits mehr als 30 Wintersporttage ungenutzt geblieben.

An Schneehöhe jedenfalls mangelt es weiterhin nicht: «Das Sauerland "ertrinkt" im Schnee, doch die Skigebiete dürfen nicht öffnen», hieß es in der Mitteilung. Auch in den kleineren Naturschneegebieten sei über das Wochenende viel Schnee gefallen. Aufgrund der frostigen Temperaturen dürfte das Schneevergnügen längere Zeit von Dauer sein. «Unter Nicht-Corona-Bedingungen könnten jetzt mehr als 100 Lifte laufen», sagte eine Sprecherin der Wintersport-Arena. Die großen Gebiete mit Schneekanonen gehen sogar davon aus, dass sie bis Ende März Wintersportmöglichkeiten bieten könnten. Die Depots mit technisch erzeugtem Schnee seien ebenfalls gefüllt.

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