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Polizei warnt vor A2 und A30: «Großräumig meiden»

Bielefeld (dpa) - Nach dem Schnee-Chaos auf der A2 in der Nacht zum Dienstag warnt die Polizei erneut vor dem Befahren dieser Autobahn - und auch vor der A30. «Es gilt die A2 weiterhin großräumig zu meiden. Die Fahrbahndecke ist noch immer in weiten Teilen schneebedeckt und vereist. Durch die niedrigen Temperaturen ist der Einsatz und die Wirkung von Streumitteln eingeschränkt», berichtete die Polizei in Bielefeld am Dienstag. Das gelte auch für die A30.

Dienstag, 09.02.2021, 22:04 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 22:12 Uhr
Fahrzeuge stehen auf der Autobahn A2. Foto: Festim Beqiri

Es bestehe die Gefahr, dass der Verkehr in der Nacht zum Mittwoch erneut zum Erliegen kommen könne. Die Nacht zum Dienstag hatten viele Auto- und Lkw-Fahrer unfreiwillig bei klirrender Kälte auf der Autobahn 2 verbringen müssen. Es hatten sich insgesamt rund 50 Kilometer Stau gebildet.

Am späten Dienstagnachmittag hieß es, dass der Verkehr durch die Zusammenarbeit von Polizei, Autobahnmeisterei, Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und vielen Hilfsorganisationen in weiten Teilen wieder langsam fließe.

Die A2 war in Fahrtrichtung Hannover seit 16.50 Uhr geräumt und komplett freigegeben. In Richtung Dortmund war sie einspurig befahrbar. Am Nachmittag hatte ein querstehender Sattelzug die Fahrbahn erneut eineinhalb Stunden lang blockiert.

Am Dienstagabend warnte die Polizei Bielefeld Lkw-Fahrer eindringlich davor, den Standstreifen «für eine Pause oder gar für die Übernachtung» zu nutzen. Auf dem Seitenstreifen bestehe ein generelles Halteverbot - zudem wäre aber die Verkehrssicherheit dadurch deutlich beeinträchtigt. «Nutzen Sie eine der Autobahn-Abfahrten und suchen Sie dann sichere Parkplätze für eine Übernachtungsmöglichkeit.»

Auf der A30 registrierte die Polizei in Richtung Bad Oeynhausen einen Rückstau im Bereich Melle. Lkw-Fahrer hatten ihre Lenkzeiten überschritten und wollten nicht weiterfahren. Die A33 war in beide Richtungen frei befahrbar.

Von Montagmorgen bis Dienstagmorgen hatte die Polizei rund 800 Unfälle auf verschneiten und glatten Straßen registriert. Ein Mensch starb, acht Menschen wurden schwer und 40 leicht verletzt.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-364649/7

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