Fußball
Aufsteiger Bielefeld trennt sich von Trainer Neuhaus

Die Fans hätten ihn gerne gehalten, doch Aufstiegstrainer Uwe Neuhaus muss bei Arminia Bielefeld Medienberichten zufolge vorzeitig gehen. Wer dem 61-Jährigen folgen soll, blieb zunächst offen. Favorit soll Frank Kramer sein.

Montag, 01.03.2021, 17:13 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 17:22 Uhr
Uwe Neuhaus kommt ins Stadion. Foto: Uwe Anspach

Bielefeld (dpa) - Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld hat die Trennung von Trainer Uwe Neuhaus offiziell bestätigt. Über die Nachfolge soll zeitnah informiert werden, wie der Tabellen-16. am Montag mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien übereinstimmend über die Trennung berichtet. Nachfolger soll nach Informationen der Bielefelder Medien «Neue Westfälische» und «Westfalen-Blatt» Frank Kramer werden. Der Aufsteiger holte aus den vergangenen fünf Partien nur einen Punkt und verlor am Samstag mit 0:3 bei Borussia Dortmund.

Im Rahmen der langfristigen strategischen Zukunftsplanung habe der Club entschieden, «unabhängig vom Ausgang dieser Saison ab dem Sommer eine personelle Veränderung an der Spitze des DSC-Trainerstabes herbeizuführen»», hieß es zur Begründung in einer Mitteilung. «Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben wir gemeinsam entschieden, den geplanten Wechsel jetzt vorzuziehen», sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. «Mit dem Wechsel in einer entscheidenden Saisonphase wollen wir der Mannschaft noch einmal einen besonderen Impuls geben.»

In der Tabelle liegt Bielefeld mit 18 Punkten auf dem Relegationsrang, einen Zähler vor Mainz 05. Zudem hat Bielefeld noch ein Spiel mehr als die Konkurrenz zu bestreiten. Am 10. März steigt das Nachholspiel gegen Werder Bremen. Wer die Ostwestfalen schon am kommenden Sonntag gegen Neuhaus' langjährigen Club 1. FC Union Berlin betreuen soll, war zunächst offen.

Alleine die Medienberichte über die bevorstehende Beurlaubung des 61-jährigen Neuhaus hatten am Sonntag in den sozialen Medien und Club-Foren für heftige Diskussionen gesorgt. Neuhaus war nach dem überraschenden und souveränen Aufstieg bei den Fans überaus beliebt. Mit Rang 16 sahen die meisten Anhänger die Arminia, die vor zwei Wochen noch beim 3:3 in München überrascht hatte, im Soll. Zwischen Neuhaus und Sportdirektor Arabi soll es zuletzt aber mehrfach zu Diskussionen über Aufstellungen und taktische Ausrichtungen gekommen sein. In den vergangenen fünf Spielen kassierten die Bielefelder immer mindestens drei Gegentore.

Neuhaus hatte die Ostwestfalen 2018 übernommen und in der vorigen Saison nach elf Jahren zurück in die Bundesliga geführt. Der Vertrag des Fußball-Lehrers läuft noch bis Sommer 2022. In der Hinrunde soll der Job von Neuhaus nach sieben Niederlagen am Stück schon einmal in Gefahr gewesen sein, mit 13 Punkten aus den folgenden acht Spielen brachte er das Team aber wieder auf Kurs.

© dpa-infocom, dpa:210301-99-644128/3

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