Religion
Wanderausstellung zeigt jüdisches Leben: Online-Eröffnung

Eigentlich ist eine Multimedia-Wanderausstellung über jüdisches Leben in Deutschland im Festjahr 2021 eine gute Idee. Wäre da nicht Corona. Eröffnet wird sie am Dienstag trotzdem, online. Das Publikum kann also zuschauen - und sich auf den leibhaftigen Besuch freuen.

Dienstag, 02.03.2021, 03:30 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 03:42 Uhr

Essen (dpa/lnw) - Aus 1700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland erzählt eine kompakte Wanderausstellung, die am Dienstag (18.00 Uhr) in der Alten Synagoge Essen eröffnet wird - vorerst nur online. Der Fokus der Multimedia-Schau «Menschen, Bilder, Orte» liegt auf der Alltagsgeschichte von Jüdinnen und Juden im Gebiet des heutigen Deutschlands - bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen dabei bedeutende und weniger bekannte Persönlichkeiten, die mit ihren Lebenswegen markante Ereignisse jüdischer Geschichte in Deutschland widerspiegeln. Konzipiert wurde die Ausstellung vom Jüdischen Museum Köln MiQua. Sie ist Bestandteil der Veranstaltungen zum Festjahr 2021 «1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland».

Die interaktive Wanderausstellung besteht aus vier begehbaren Kuben. Darin geht es um die Themen Recht & Unrecht, Leben & Miteinander, Religion & Geistesgeschichte, Kunst & Kultur. In kurzen Filmen werden etwa virtuell geschaffene Ansichten jüdischer Stadtviertel gezeigt. Zielgruppe sind Erwachsene und Schüler.

Nach ihrer ersten Station in Essen soll die Schau bis zum Jahresende auch noch in Münster, Köln, Wesel und Dortmund gezeigt werden. Der Leiter der Alten Synagoge, Uri Kaufmann, hofft, dass die Ausstellung in Essen noch vor Ende April für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Ab dem 6. Mai soll sie dann in Münster zu sehen sein. Laut Kaufmann sollen demnächst kurze Filme im Internet einen Überblick über die vier Themenbereiche der Ausstellung geben.

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