Fußball
Hangartner kritisiert Bielefeld und Schalke: «Aktionismus»

Gelsenkirchen/Bielefeld (dpa) - Der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer, Lutz Hangartner, hat die Trainer-Trennungen bei den Bundesligisten FC Schalke und Arminia Bielefeld als «Aktionismus» kritisiert. «Man möchte nach außen hin demonstrieren, alles im Sinne des Vereins versucht zu haben», sagte Hangartner «sportschau.de». «In Wirklichkeit soll die Trainerentlassung aber eher von den eigenen Fehlern in der Vereinsführung ablenken.» Die Entwicklung, dass viele Clubs schnell den Trainer wechselten, sei «alles andere als gut».

Dienstag, 02.03.2021, 08:04 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 08:12 Uhr
Lutz Hangartner, Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL), spricht. Foto: Sebastian Kahnert

In bestimmten Situationen könne ein Trainerwechsel ein «probates Mittel» sein, urteilte der 77-Jährige. «Was wir aber kritisieren, sind die Menge und vor allem die Zeitpunkte der Trainerentlassungen», sagte er auch mit Blick auf das frühe Aus von David Wagner auf Schalke und Achim Beierlorzer beim FSV Mainz 05 in dieser Saison. Die häufigen Wechsel brächten «keine positiven Resultate».

Den FC Schalke, wo derzeit bereits der fünfte Trainer in dieser Saison gesucht wird, bezeichnete Hangartner als «super Beispiel für einen Fall schlechter Personalplanung seitens des Managements». Die häufigen Trainerwechsel seien «natürlich völlig sinnfrei und für ein Wirtschaftsunternehmen, das ein Bundesliga-Club heutzutage ist, auch unwahrscheinlich kostspielig. Das ist unglaublich teuer - ohne der Wurzel des Übels damit näher zu kommen.» Die Trainer müssten dort «den Kopf hinhalten für die schlechte Planung des Managements».

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