Lockerungen in NRW
Termin-Shoppen, Zoos und Kosmetik: Was ab Montag erlaubt ist

Düsseldorf -

Wieder im Kleidungsgeschäft einkaufen, aber mit Blick auf die Uhr: So soll es ab Montag in NRW funktionieren. Erlaubt ist Shoppen dann mit Termin und Zeitfenster. Auch Kosmetikerinnen dürfen wieder ran, Zoos und Museen öffnen wieder für eine begrenzte Besucherzahl.

Freitag, 05.03.2021, 20:45 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 20:49 Uhr
In NRW ist ab Montag wieder möglich. Nach monatelangem Lockdown öffnen die Läden wieder. Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt

Es wird ein bisschen lockerer in NRW: Das Land setzt die jüngsten Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) praktisch eins zu eins um. Ab Montag ist - wenn das Infektionsgeschehen so bleibt wie bisher - unter anderem Shoppen in bisher geschlossenen Läden mit Termin und Zeitfenster erlaubt. Auch zur Gesichtskosmetik dürfen die Menschen wieder - aber nur mit negativem Corona-Test.

Die neuen Regeln im Überblick:

KONTAKTE: Treffen im öffentlichen Raum sind wieder mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten - unabhängig von den Wohnverhältnissen - als ein Hausstand.

EINZELHANDEL: Der gesamte Einzelhandel darf wieder öffnen, rein kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Die Anzahl der Kunden ist auf einen pro 40 Quadratmeter begrenzt. Händler können Kunden auch kurz vorher am Ladeneingang einen Termin geben. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen und bei kleineren Läden einen Kunden pro 10 Quadratmeter rein lassen.

Wie es für Regionen mit besonders niedriger Sieben-Tage-Inzidenz weiter geht, etwa Münster, bleibt offen. Die Landesregierung prüfe, inwieweit „unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

KOSMETIK UND CO.: Sogenannte körpernahe Dienstleistungen sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist laut Gesundheitsministerium „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig. Das Personal wiederum muss regelmäßig getestet werden - allerdings darf man den Test nicht direkt vor Ort machen. Gültig sind nur Bescheinigungen einer offiziellen Teststelle. 

MUSEEN, BURGEN UND ZOOS: Museen, Galerien, Schlösser und Zoos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten.

SPORT: Im Freien dürfen nun höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam Sport ausüben. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahren) mit bis zu 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sind erlaubt.MUSIKUNTERRICHT: Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt.

Weitere Lockerungen bei niedriger Inzidenz?

Weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz wird es vorerst nicht geben. Die örtlichen Behörden dürfen weitergehende Öffnungen nur genehmigen, wenn Städte oder Kreise stabile und in der Tendenz sinkende Inzidenzwerte von unter 50 aufweisen. Diese Tendenz ist in NRW aktuell nirgendwo erkennbar. Die Stadt Münster und der Kreis Coesfeld weisen zwar seit Wochen eine stabile Inzidenz von unter 50 auf, die Tendenz ist aber leicht steigend.

Corona-Regeln: Diese Bestimmungen gelten ab Montag (8.3.) in NRW

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    Es wird ein bisschen lockerer in NRW. Das Land setzt die jüngsten Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Merkel praktisch eins zu eins um: Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wird zunächst bis zum 28. März 2021 verlängert. Ein Überblick über die neuen Regeln →

    Foto: dpa
  • KONTAKTE: 

    Treffen im öffentlichen Raum sind wieder mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten - unabhängig von den Wohnverhältnissen - als ein Hausstand.

    Foto: dpa
  • EINZELHANDEL: 

    Der gesamte Einzelhandel darf wieder öffnen, rein kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Die Anzahl der Kunden ist auf einen pro 40 Quadratmeter begrenzt. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen und bei kleineren Läden einen Kunden pro 10 Quadratmeter rein lassen. Wie es für Regionen mit besonders niedriger Sieben-Tage-Inzidenz weiter geht, etwa Münster, bleibt offen. Die Landesregierung prüfe, inwieweit „unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

    Foto: dpa
  • SPORT: 

    Im Freien dürfen nun höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam Sport ausüben. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahren) mit bis zu 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sind erlaubt.

    Foto: dpa
  • MUSEEN, BURGEN UND ZOOS: 

    Museen, Galerien, Schlösser und Zoos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten.

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  • KOSMETIK UND CO.:

    Sogenannte körpernahe Dienstleistungen sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist laut Gesundheitsministerium „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig.

    Foto: dpa
  • MUSIKUNTERRICHT: 

    Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt. Inwieweit es weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz geben könnte, steht noch nicht fest. Die Landesregierung prüfe noch, „inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

    Foto: dpa

Am Samstag kommt das Landeskabinett zu einer Klausurtagung zusammen, um über die Corona-Teststrategie für Nordrhein-Westfalen zu beraten.  Dann startet auch der großflächige Verkauf von Corona-Selbsttests im Einzelhandel . Die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd bieten nach eigenen Angaben ab dann Tests als Aktionsware direkt an der Kasse an. Aber auch der Konkurrent Lidl und die Supermärkte von Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm. Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm wollen mit dem Verkauf am Dienstag beginnen. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

© dpa-infocom, dpa:210305-99-699970/3

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