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An Warnstreiks beteiligten sich 14 500 Metaller in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - An den Warnstreiks unter Corona-Bedingungen in der Metall- und Elektroindustrie haben sich nach Gewerkschaftsangaben seit dem vergangenen Dienstag rund 14 500 Beschäftigte beteiligt. «Die IG Metall ist auch in komplizierten Zeiten kampffähig«, sagte NRW-Bezirksleiter Knut Giesler am Freitag. «Ob bei einer Kundgebung im Autokino, bei Frühschlussaktionen, späterem Schichtbeginn oder in Videokonferenz-Warnstreiks im Homeoffice – der Unmut der Metallerinnen und Metaller über die Arbeitgeber in dieser Tarifrunde wurde mehr als deutlich.»

Freitag, 05.03.2021, 15:42 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 16:00 Uhr
Das Logo der IG Metall hängt über der Bühne beim ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall. Foto: Daniel Karmann

Die Gewerkschaft fordert für die rund etwa 700 000 Beschäftigten in NRW vier Prozent mehr Lohn. Wo es in einem Betrieb schlecht läuft, soll das Geld für einen teilweisen Lohnausgleich bei einer auf vier Tage gesenkten Arbeitszeit genutzt werden. Die Arbeitgeber haben bislang Lohnerhöhungen frühestens für 2022 in Aussicht gestellt und wollen automatische Abweichungen vom Tarifniveau für schwächere Betriebe. Sie haben die Warnstreiks als «unnötig und überflüssig» kritisiert und die Gewerkschaft aufgefordert, «Bewegung am Verhandlungstisch» zu zeigen.

Am Freitag legten laut IG Metall knapp 3700 Beschäftigte zeitweise die Arbeit nieder. Am Montag sollen die Aktionen fortgesetzt werden.

© dpa-infocom, dpa:210305-99-705076/2

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