Prozesse
Baby geschlagen und Mund zugehalten: Totschlagsprozess

Duisburg (dpa/lnw) - Ein 38-jähriger Mann steht bald vor Gericht, weil er seinen wenige Monate alten Sohn geschlagen und ihm Mund und Nase zugehalten haben soll, bis dieser irreparable Hirnschäden erlitt. Der Säugling kam ins Krankenhaus, wo sein Hirntod festgestellt wurde. Der Totschlagsprozess gegen den Vater beginne am 20. April, sagte ein Sprecher des Landgerichts Duisburg am Montag.

Montag, 08.03.2021, 12:16 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 12:22 Uhr
Vor dem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner

Die Mutter des Jungen war bei der Geburt im Juli vergangenen Jahres gestorben, der Vater kümmerte sich seitdem allein um das Baby. Am 14. Oktober 2020 hatte der Vater laut Anklage schon mittags Alkohol konsumiert. Gegen 20.00 Uhr habe er das Kind zum Schlafen gelegt und weiter getrunken. Später habe er das Baby geschlagen, sagte der Gerichtssprecher - unter anderem erlitt der Junge einen Unterkieferbruch.

Warum der Vater den Säugling attackierte, war zunächst unklar. Der Angeklagte habe sich dazu bisher nicht geäußert, sagte der Gerichtssprecher. Die «Bild»-Zeitung hatte zuerst berichtet.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-734913/2

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