Gesundheit
Stamp bezeichnet Masken-Deals als «widerlich»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp hat die Masken-Deals von Unionspolitikern als «widerlich» bezeichnet. Es wäre ein wichtiges Zeichen, wenn «diejenigen, die dort Kasse gemacht haben», die entsprechenden Beträge für gemeinnützige Zwecke spendeten, sagte der FDP-Politiker der «Neuen Westfälischen» (Dienstag).

Dienstag, 09.03.2021, 12:15 Uhr aktualisiert: 09.03.2021, 12:22 Uhr
Joachim Stamp (FDP), stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte sich scharf distanziert. «Das ist unmöglich und nicht akzeptabel. Die gehören aus dem Bundestag raus», sagte er in Düsseldorf. «Das fällt mir gar nichts mehr zu ein. Ich bin entsetzt und verärgert.»

Die beiden Hauptakteure in der Affäre um Politikergeschäfte mit Corona-Masken, der Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel und sein CSU-Kollege Georg Nüßlein, sind am Montag aus ihrer Partei ausgetreten. Löbel zog sich zudem umgehend aus dem Parlament zurück.

Stamp kritisierte außerdem die Kommunikation von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Corona-Krise scharf. Er glaube, dass durch Spahns Kommunikation viel Vertrauen verloren gegangen sei.

© dpa-infocom, dpa:210309-99-744098/3

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