Unfälle
Schnee, Graupel und Glätte in Nordrhein-Westfalen

Der Wintereinbruch hat auch am Mittwoch für einige Blechschäden auf den Straßen gesorgt. Ab Donnerstag soll sich das winterliche Aprilwetter aber beruhigen. Und mit den Temperaturen geht es auch aufwärts - ganz langsam.

Mittwoch, 07.04.2021, 12:33 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 12:42 Uhr
Ein Radfahrer ist zwischen schneebedeckten Wiesen und Bäumen auf einer Allee unterwegs. Foto: Bernd Thissen

Essen (dpa/lnw) - Am zweiten Morgen in Folge hat in Teilen von Nordrhein-Westfalen winterliches Wetter den Berufsverkehr behindert. Zuerst gab es Schnee, dann vereinzelte Gewitter - der Mittwochmorgen in NRW war eher ungemütlich. Für das Flachland mussten sich die Menschen am Nachmittag auf Regen- oder Graupelschauer einstellen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Der DWD warnt zudem vor Glätte und einzelnen Sturmböen in den Gipfellagen. Die Höchstwerte lagen zwischen fünf und acht Grad, im Bergland um zwei Grad.

Bei der Vorhersage gehen die Meteorologen ab Donnerstag von einer Beruhigung aus. Nur im Norden und Osten von NRW kann es noch zu Niederschlägen kommen. In höheren Lagen ist dabei weiterhin bei Tiefstwerten von null bis minus zwei Grad Schnee und damit verbundene Glätte auf den Straßen möglich. Ansonsten bleibt es überwiegend trocken bei Höchsttemperaturen zwischen sieben und zehn Grad, in den Hochlagen vier Grad.

Wie bereits am Vortag hatte die Polizei in Teilen von NRW wegen des Wintereinbruchs einiges zu tun. In Wermelskirchen im Rheinisch-Bergischen Kreis waren die Helfer des Winterdienstes selbst auf Hilfe angewiesen. Ein Streu- und Räumfahrzeug war in den Graben gerutscht und umgekippt. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Im Kreis Warendorf stellte sich ein Sattelschlepper quer, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Dieser konnte innerhalb von etwa einer Stunde geborgen werden.

In Datteln am Nordrand des Ruhrgebietes rutschte ein Lkw in einen Graben. Dadurch sei eine Leitplanke beschädigt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Auch in den Stadtgebieten von Duisburg und Hamm warnten die Beamten vor glatten Kurven und Brücken. In Duisburg seien mehrere Brücken gesperrt worden. Die Polizei in Detmold und Düsseldorf meldete: Streuwagen im Einsatz. Zu Unfällen sei es dort aber nicht gekommen.

Bei Altenbeken im Raum Paderborn blieb ein Lastwagen aus Portugal auf einer Landstraße liegen, nachdem er eine Schneekette verloren hatte. Bei einem weiteren Unfall rutschte ein Auto gegen eine Leitplanke. Die Polizei entdeckte frisch aufgezogene Sommerreifen und schätzte den Schaden auf rund 10 000 Euro. Der Fahrer gab an, erst in der Vorwoche die Reifen gewechselt zu haben. Laut Mitteilung der Polizei muss er jetzt 120 Euro Bußgeld bezahlen und mit einem Punkt in Flensburg rechnen.

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