Gesundheit
Nordrhein-Westfalen trauert um fast 15 000 Corona-Tote

Von einer «erschütternden Dimension» sprach der Bundespräsident, als er für diesen Sonntag zum deutschlandweiten Gedenken für die Corona-Toten aufrief. Auf vielfältige Art und Weise wurde am Sonntag NRW-weit an die Einzelschicksale erinnert.

Sonntag, 18.04.2021, 13:02 Uhr aktualisiert: 18.04.2021, 13:12 Uhr
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Marcel Kusch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Flaggen auf halbmast, Trauergeläut und eine brennende Kerze im Plenarsaal des Landtages: Mit vielfältigen Gesten wurde am Sonntag in Nordrhein-Westfalen der Corona-Toten gedacht. Nach den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen sind landesweit bereits 14 868 Menschen durch die Pandemie ums Leben gekommen. «Unsere Gedanken sind bei allen, die um geliebte Menschen trauern», erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) laut einer Mitteilung. Die Bürger sollten als Symbol der Trauer brennende Kerzen in die Fenster stellen.

«Wir denken bewusst auch an diejenigen, die aufgrund der Corona-Pandemie persönlich, beruflich oder familiär in eine Krise geraten sind», erklärte NRW-Landtagspräsident André Kuper in einer Videobotschaft. Um 13 Uhr, mit Beginn der zentralen Berliner Gedenkfeier für die in der Pandemie Verstorbenen, wurde in der Mitte des Plenarsaals des Landtags Nordrhein-Westfalen eine Kerze entzündet - als Zeichen des Gedenkens und der Hoffnung, wie der Landtag mitteilte.

Das Innenministerium hat Trauerbeflaggung für Dienstgebäude angeordnet. Viele Kirchen kündigten an, zur Erinnerung die Totenglocken erklingen zu lassen und in Gebeten der Toten zu gedenken.

Am Dortmunder U-Turm, dem Wahrzeichen der Stadt, sollten auf der weithin sichtbaren Lichtinstallation des Turms Hunderte Luftballons aufsteigen. Die Stadt Witten schmückte frisch gepflanzte Bäume mit Schleifen, um an die Toten zu erinnern. Andere Städte schalten Traueranzeigen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte Anfang März angesichts der damals bereits mehr als 70 000 Menschen, die deutschlandweit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben waren, zu einem gemeinsamen Gedenken in Deutschland aufgerufen.

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