Kriminalität
Tumult nach «Knolle» für Falschparker: Männer in Gewahrsam

Essen (dpa/lnw) - Eine «Knolle» wegen Falschparkens hat in Essen einen Tumult mit zahlreichen Teilnehmern ausgelöst, die den Polizeieinsatz lautstark kritisiert haben. Einige seien auch handgreiflich geworden, berichtete ein Polizeisprecher am Samstag. Am Ende kamen drei Männer in Gewahrsam. Ein vierter sei flüchtig. Ermittelt werde wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Beamte, Gefangenenbefreiung und Nötigung.

Sonntag, 18.04.2021, 16:25 Uhr aktualisiert: 18.04.2021, 16:32 Uhr
Zwei Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck

Laut Polizei hatten zwei Mitarbeiterinnen der Verkehrsüberwachung am Samstagnachmittag den Fahrer eines Geländewagens wegen Falschparkens verwarnen wollen. Die drei Insassen des Wagens hätten sich daraufhin den Frauen bedrohlich genähert. Als diese Schutz in ihrem Auto gesucht hätten, habe ein Mann den Wagen gerüttelt und zum Schaukeln gebracht, ein anderer habe schnell das Kennzeichen des Geländeautos abgeschraubt, um eine Verwarnung zu verhindern. Als die herbeigerufene Polizei gekommen sei, seien Auto und Männer bereits weg gewesen.

Später hätten die beiden Frauen auf ihrem Kontrollgang im Essener Norden aber einen der Männer wiedererkannt und erneut die Polizei gerufen. Beamte nahmen den 29-Jährigen fest. Zu dem Zeitpunkt hätten sich aber bereits zahlreiche Männer - überwiegend ohne Abstand und Maske - versammelt. Einige hätten sich bedrohlich den Beamten genähert und die Freilassung des 29-Jährigen verlangt. Ein 40-Jähriger attackierte einen der Polizisten, im Getümmel sei der 29-Jährige entkommen. Der 40-Jährige wurde festgenommen, ebenso ein 25-Jähriger und ein 20-Jähriger, der den Einsatz filmte und den Einsatz laut Polizei behinderte. Die Polizei sei mit starken Kräften im Einsatz gewesen, hieß es im Bericht.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-253719/2

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