Tiere
Die Jumbos unter den Käfern: Maikäfer im Tiefland verbreitet

Im Kinderbuch «Max und Moritz» werden Maikäfer von den Bäumen geschüttelt. Die auffällig großen Brummer sind im Mai und Juni unterwegs. Auch wenn man sie nicht oft sieht - bedroht sind Maikäfer nicht.

Sonntag, 02.05.2021, 09:53 Uhr aktualisiert: 02.05.2021, 10:02 Uhr
Ein Maikäfer (lat. Melolontha) sitzt auf einer Hecke. Foto: Fabian Stratenschulte

Recklinghausen (dpa/lnw) - Maikäfer sind in Nordrhein-Westfalen teils weit verbreitet. Die wegen ihrer Größe und Fluggeräusche auffälligen Jumbos unter den Käfern zeigen sich für einige Wochen ab Mai, daher auch der Name. «Die Ausbreitung und Vermehrung kann regional recht unterschiedlich sein», teilte das Landesumweltamt Lanuv mit. Von den drei Arten kommt der über drei Zentimeter lange Feldmaikäfer am häufigsten vor. Besonders im Tiefland sei die Art weit verbreitet, hieß es vom Lanuv, in Gebirgslagen etwas weniger. Ein Monitoring gebe es nicht. Wenn ein ganzer Schwarm in der Abenddämmerung losfliegt, kann sich der Himmel geradezu verdunkeln.

Im Frühling frisst der Käfer mit den kastanienbraunen Flügeldecken junge Triebe, gerne von Eichen. Wenn die Tiere in Massen auftreten, können sie Schädlinge sein. 2015 etwa war bei Wesel am Niederrhein ein fünf Hektar großer Eichenwald durch einen Befall bedroht. Vor allem auf sandigen Böden fühlen sich die Frühlingsboten wohl. Auch an der Siegmündung bei Bonn gibt es laut Landesbetrieb Wald und Holz ein Vorkommen.

© dpa-infocom, dpa:210502-99-435696/2

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