Prozesse
Nachbarin getötet: 21-Jähriger legt Geständnis ab

Eine Frau wird in ihrem Bett erstochen. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. Er ist 21 und wohnte gleich nebenan.

Montag, 03.05.2021, 13:33 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 13:42 Uhr
Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht Essen befinden. Foto: Bernd Thissen

Essen (dpa/lnw) - Ein junger Mann aus Marl im Kreis Recklinghausen hat gestanden, in der Nacht auf den 10. November 2020 seine Nachbarin erstochen zu haben. Die Tat sei ihm von einer Stimme aus einem Computerspiel befohlen worden. In einer Erklärung, die von seinem Verteidiger am Montag zum Prozessauftakt am Essener Landgericht verlesen wurde, hieß es dazu: «Die Stimme hatte mir aufgetragen, etwas Böses zu tun.» Er müsse sehen, wie es aussehe, wenn jemand sterbe.

Laut Anklage ist der zur Tatzeit noch 20-jährige Deutsche in die Wohnung seiner Nachbarin eingebrochen und hat mit zwei Küchenmessern auf die bereits schlafende Frau eingestochen. Die 27-Jährige hatte keine Chance. Auch ihr vierjähriger Sohn, der im Nebenzimmer schlief, wurde durch zahlreiche Messerstiche lebensgefährlich verletzt.

Die Hintergründe der Tat sind unklar. Die Staatsanwaltschaft geht von einer schweren psychischen Störung des 21-Jährigen aus. Die Anklage lautet auf Mord und Mordversuch.

© dpa-infocom, dpa:210502-99-440571/3

Nachrichten-Ticker