NRW-CDU diskutiert über Ämterübergabe von Laschet
Reul-Interview sorgt für Ärger

Düsseldorf -

Die Debatte über eine Nachfolge Armin Laschets im Amt des Ministerpräsidenten und CDU-Landeschefs in NRW nimmt weiter Fahrt auf. Nach Informationen unserer Zeitung reagieren große Teile der Partei mit Kopfschütteln auf eine Interview-Äußerung des Innenministers Herbert Reul (CDU).

Montag, 03.05.2021, 19:56 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 20:11 Uhr
Herbert Reul (CDU) Foto: imago

Reul hatte in der „Welt“ nicht ausgeschlossen, dass Laschet „je nach Wahlergebnis Ministerpräsident bleibt und auch wieder kandidiert.“ Der Innenminister, der Bezirkschef der CDU im Bergischen Land ist und als Laschet-Vertrauter gilt, erntete sofort Widerspruch. „Armin Laschet ist Bundesvorsitzender, damit muss jetzt eine Lösung in NRW gefunden werden“, sagte beispielsweise Otto Wulff, Chef der Senioren-Union. „Der neue Landeschef sollte nach der Bundestagswahl auch sofort Ministerpräsident werden können.“

Wulff werde keinen Wahlkampf führen, in dem „wir über Rückfahrkarten und mögliche Niederlagen reden.“ Am kommenden Montag will der CDU-Landesvorstand über einen Fahrplan zur Übergabe reden. Als Favorit für das Amt des Ministerpräsidenten gilt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst aus Rhede. Der 45-Jährige erhielt am Wochenende auch die Unterstützung der CDA. Dies ist bemerkenswert, da Wüst Chef der Mittelstandsvereinigung in NRW ist.

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