Unfälle
Auf Flucht vor der Polizei mit Zug kollidiert

Mit einem lebensgefährlichen Manöver hat ein Autofahrer in Grevenbroich versucht, der Polizei zu entkommen. Der Versuch schlug fehl.

Dienstag, 04.05.2021, 13:34 Uhr aktualisiert: 04.05.2021, 13:42 Uhr
Ein Auto steht nach der Kollision mit einem Zug an einem Bahnübergang. Foto: Dieter Staniek

Grevenbroich (dpa/lnw) - Auf der Flucht vor der Polizei ist ein 45-jähriger Autofahrer in Grevenbroich mit einem Zug kollidiert. Der Mann habe versucht, an einem Bahnübergang trotz geschlossener Schranken und roter Ampel die Gleise zu überfahren, berichtete die Polizei am Dienstag in Neuss. Zuvor sei er an der Schlange wartender Fahrzeuge vorbeigefahren. Sein Wagen wurde von einer Regionalbahn fast vollständig zerstört, der 45-Jährige konnte sich dennoch selbst aus dem Wrack befreien. Entgegen erster Befürchtungen erlitt er keine schweren Verletzungen.

Begonnen hatte die Verfolgungsjagd am späten Montagnachmittag, als Polizisten seinen Wagen stoppen und kontrollieren wollten. Auslöser könnte ein offener Haftbefehl über eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr wegen Drogendelikten gewesen sein. Außerdem habe er keinen Führerschein besessen und unter Drogen gestanden. Bei seinen Sachen fanden die Polizisten eine Substanz, bei der sie vermuteten, dass es sich um Amphetamin handelt.

Die Überreste des Autos mussten durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Bahnstrecke blieb am Montag solange gesperrt. Ermittlungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet. Die Wartezeit für sein neues Strafverfahren muss der 45-Jährige nun im Gefängnis überbrücken.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-457602/4

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