Regierung
Esken nennt CDU-Forderung zu Thüringen «realitätsfremd»

Düsseldorf (dpa/lnw) - SPD-Chefin Saskia Esken hat den CDU-Vorschlag an Grüne und SPD in Thüringen, einen Kandidaten für die Wahl zum Ministerpräsidenten aufzustellen, als «realitätsfremd» bezeichnet. Die SPD sei nicht die Partei, die den Karren nun aus dem Dreck ziehen müsse, sagte Esken der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Düsseldorf. Esken sagte, sie habe derzeit nicht den Eindruck, dass die CDU geeint sei und Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Partei im Griff habe.

Freitag, 07.02.2020, 16:52 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 17:02 Uhr
Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, bei einem Interview. Foto: Michael Kappeler

Gemeinsam mit Co-Parteichef Norbert Walter-Borjans nahm Esken an einer Protest-Kundgebung gegen die Wahl in Thüringen vor dem Düsseldorfer Landtag teil.

Kramp-Karrenbauer hatte zuvor einen Beschluss der CDU-Spitze zur Lösung der Krise in Thüringen präsentiert und dabei einen Kompromisskandidaten von Grünen oder SPD für das Amt des dortigen Ministerpräsidenten gefordert.

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