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Beratungen der CDU: Rückendeckung für Laschet erwartet

Berlin (dpa) - Das CDU-Präsidium ist am Montag zu Beratungen über die Kanzlerkandidatur der Union zusammengekommen. Es wird erwartet, dass das Führungsgremium Parteichef Armin Laschet Rückendeckung geben wird, der mit CSU-Chef Markus Söder um den Spitzenposten für die Bundestagswahl im September ringt. «Es ist doch klar, dass das CDU-Präsidium sich hinter seinen Parteivorsitzenden stellt», sagte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans vor Beginn der Sitzung. Dies sei aber überhaupt nicht die Frage. «Wir beraten miteinander, wie wir die Frage der Kanzlerkandidatur angehen und wie wir die Chancen für unser Land in den 20er Jahren nutzen. Es geht um das Land vor allem.»

Montag, 12.04.2021, 10:34 Uhr aktualisiert: 12.04.2021, 10:42 Uhr
CSU-Vorsitzender Markus Söder (CSU, hinten) neben Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender. Foto: Michael Kappeler

Am Sonntag hatte sowohl Laschet wie auch Söder seine Bereitschaft erklärt, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten. Söder machte dies allerdings von der Unterstützung der CDU abhängig.

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner kündigte eine zeitnahe Entscheidung an. «Wir müssen jetzt entscheiden», sagte sie bei ihrem Eintreffen zur Präsidiumssitzung. Für alles andere gebe es weder bei den Mitgliedern noch bei der Bevölkerung Verständnis. «Wir sind in Zeiten, die sehr unsicher sind. Da hätte man gerne Klarheit. Und dafür werden wir auch sorgen.» Klöckner betonte: «Bei uns sagt man: Da muss ein Knopf dran gemacht werden. Denn wer nicht handelt, wird behandelt.» Alles, was man auf die Bank schiebe, werde nicht besser.

Klöckner sagte, Laschet regiere das größte Bundesland. Er habe sehr integrierende Fähigkeiten. «Das halte ich für sehr wichtig.» Die CDU werde sich aber klar an das Verabredete mit der CSU halten. «Ich bin zuversichtlich, dass wir da einen guten Weg finden werden.»

Hans widersprach dem Eindruck, dass es um einen «Showdown» gehe. «Die Tatsache, dass es zwei hoch erfolgreiche, an der Basis hoch angesehene Parteivorsitzende und Ministerpräsidenten gibt, die zur Verfügung stehen, die Geschicke der Bundesrepublik in die Hand zu nehmen, ist doch eine Chance.» Daher sei das Präsidium für ihn «keine Krisensitzung», betonte der CDU-Politiker. «Wir sollten es nicht verkrampft angehen. Es ist eine Chancensitzung. Wir beraten mit unserem Vorsitzenden, wie wir das regeln, so dass am Ende vor allem die Union zusammenbleibt und wir ein Team bleiben.»

Das Präsidium, der engste Führungszirkel um Laschet, tagte erstmals seit Monaten wieder in Präsenz. Laschet wollte sich dort und später im Vorstand den Rückhalt der Führungsgremien sichern. Er werde «um Vertrauen bitten», hatte er am Sonntagabend in der ARD gesagt. Die Partei werde dann eine Empfehlung aussprechen. Einen Beschluss solle es nicht geben.

Allerdings sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer vor Beginn der Präsidiumssitzung auf die Frage, ob es heute eine Abstimmung geben werde: «Ja, ich glaube schon.» Laschet selbst äußerte sich beim Eintreffen zur Präsidiumssitzung nicht.

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