Chorfenster in Kirche Ss. Fabian und Sebastian in Osterwick werden mit neuen LED-Leuchten angestrahlt
Glanzvolle Premiere in der Osternacht

Osterwick (tdr). Immer häufiger machten die alten hinter dem Kriegerehrenmal angebrachten Halogenstrahler, die die Chorfenster der Kirche Ss. Fabian und Sebastian anleuchten, Probleme: Neben den ständig herausfliegenden Sicherungen bemängelte Pastor Hambrügge außerdem, dass die Beleuchtung von innen kaum mehr wahrgenommen werden könne.

Samstag, 15.04.2017, 09:20 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.04.2017, 16:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 15.04.2017, 09:20 Uhr
Die heilige Dreifaltigkeit ist das Motiv eines Fensters im Chorraum. Foto: az

Mit Unterstützung von Günter Homann wurden daraufhin durch den Heimatverein verschiedene LED-Leuchtsysteme getestet. „Stromsparend, aber gleichzeitig auch hell sollten die neuen Leuchten sein“, erklärte Gregor Deitert, Vorsitzender des Heimatvereins, die Herangehensweise. So wurden drei Punktstrahler angebracht, die zielgerichtet ihr Licht auf die Fenster lenken. Zusätzlich wurde ein Flächenstrahler montiert, der den gesamten Giebel in ein dezentes, warm-weißes Licht taucht. Nun verbraucht die gesamte Beleuchtung lediglich noch 400 Watt bei erheblich mehr Lichtausbeute – zuvor lag der Verbrauch bei 1500 Watt.

„Es war dringend notwendig, die alten Lampen auszutauschen“, kommentierte Homann. „Genau wie bei der Abzweigdose ist Wasser eingetreten. Darauf lassen sich auch die laufenden Stromausfälle zurückführen.“

Erfreulich sei es zudem, dass die Neuinstallation noch vor Ostern erfolgen konnte, zeigte sich Deitert zufrieden. „So kann die neue Beleuchtung der Chorfenster das erste Mal in der Osternacht eingeschaltet werden. Ein sehr passender Moment“, so Deitert.

Denn: „Das linke und das rechte Fenster nehmen direkt Bezug auf die Osterwicker Kirche“, erklärte Karl Langer, der sich mit der Geschichte hinter den Fenstern auseinandergesetzt hat.

„Im linken Fenster sieht man die beiden Pfarrpatrone Fabian und Sebastian.

Fabian ist als Papst in päpstlichen Gewändern mit der Papstkrone dargestellt. Daneben steht der junge römische Soldat Sebastian mit Schild und Schwert.“

Das rechte Fenster erinnere an die Geschichte der Osterwicker Pfarrei. Links stehe Bischof Ludgerus als Gründer des Bistums Münster mit Bischofsstab und Evangelienbuch. Neben ihm stehe Gottfried von Cappenberg, dem das Kloster Varlar gehört habe, von dem aus die Pfarrgemeinde Osterwick gegründet worden sei. Gottfried halte ein Modell des Klosters in der Hand.

„Im mittleren großen Fenster ist eine sehr seltene Darstellung zu sehen, die sogar offiziell verboten war. Es zeigt die göttliche Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist als Könige mit der Besonderheit, dass der Heilige Geist nicht durch ein Symbol, sondern als Person, die das Symbol, eine Taube, trägt, zu sehen ist.“

Die Fenster aus dem Jahr 1919 sind Werke des Kunstmalers E. Sommer. „Das linke Fenster, das die Heiligen Ss. Fabian und Sebastian darstellt, die Namenspatrone der Pfarrkirche sowie der gesamten fusionierten Kirchengemeinde, macht es zu einem besonders wichtigen Bestandteil der Fassade“, betonte Gregor Deitert.

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