Neuer Regent des Schützenvereins Netter hält sein Vorhaben geheim / Spannender Vierkampf
König Hannes düpiert Favoriten

Darfeld. Unter all den heißen Favoriten, die am Abend vorher gehandelt wurden, tauchte sein Name nicht auf. „Man muss es ja nicht vorher an die große Glocke hängen“, lächelte Hannes Nürenberg. Sein Plan, die Regentschaft über den Schützenverein Netter zu übernehmen, war längst gereift – und spätestens nach dem Aufstehen am Morgen wusste er: „Heute ist der richtige Tag.“ König Hannes, ein Mann der Tat, setzte sich im spannenden Vierkampf durch und trat die Nachfolge von Rudi Wevers an.

Mittwoch, 07.06.2017, 13:48 Uhr

Foto: Frank Wittenberg

Dabei erlebten die vielen Besucher an der Vogelstange ein Schießen, das enger kaum sein konnte. Erneut kristallisierten sich zwei heiße Anwärter heraus, die es in den vergangenen Jahren bereits probiert hatten: Thomas Wellner und der Vorsitzende Josef Gövert. Dazu kamen Frank Holste und eben Hannes Nürenberg, der seinen potentiellen Thron bereits eingeweiht hatte. „Es war klar, dass er es irgendwann probieren würde“, erzählte seine Frau Ike, die nun als Königin an seiner Seite steht. Und irgendwann war 2017 – „und dann hat es gleich im ersten Versuch funktioniert“, strahlte Nürenberg. Dicht dran war auch Frank Holste, der zwei Mal nur haarscharf den Königsschuss verpasste, nun aber immerhin als Ehrenherr dem Hofstaat angehört. Seine Frau Ann-Kristin fungiert als Ehrendame, ebenso Anna Nürenberg sowie Martin Nürenberg als zweites Ehrenpaar.

Zu den ersten Gratulanten zählte der Vorsitzende, auch wenn er erneut den ganz großen Wurf verpasst hatte. „Das nehme ich ganz sportlich“, zuckte Josef Gövert mit den Schultern und verdächtigte höhere Mächte: „Ich weiß ja nicht, wer da die Finger im Spiel hatte, aber jetzt bleibt die neue Krone, die von Josef und Hans-Georg Nürenberg gespendet wurde, ausgerechnet in der Familie.“ Genau das machte es auch für Hannes Nürenberg rund, denn Vater und Opa stellten die Krone zur Verfügung, die sich seine Ike nun aufs Haupt setzen durfte.

Die neue Majestät trug derweil die Königskette mit aller Gelassenheit – eine Kette, von der sich sein Vorgänger Rudi Wevers nicht ganz einfach trennen konnte. Der selbst ernannte „Kleine König“ hatte am Abend zuvor ganz groß gefeiert, mit einer riesigen Beteiligung im Zelt und seinem Thron mit Königin Gaby Bertels, den Ehrendamen Manu Schröer und Nicola Wevers sowie den Ehrenherren Martin Schröer und Norbert Bertels. Neben den zahlreichen Thronmärschen der Gratulanten und einer restlos ausgelassenen Stimmung fiel nicht zuletzt auf, dass König Rudi auch zu später Stunde noch mit der schweren Kette durchs Zelt stolzierte. „Ich hätte sie ablegen können“, nickte er. „Aber das wollte ich nicht.“ Jede Minute genießen, das gehört als König von Netter dazu. Anders erging es Hannes Nürenberg bei seinem ersten Königsball nicht. Obwohl es eine Überraschung war, zahlreiche Gäste kamen spontan, um mit dem 27-Jährigen zu feiern. Das war für die neue Majestät erst der Auftakt zu einer verrückten Festwoche, denn sein Vater, Ehrenoberst Hans-Georg Nürenberg, wird am Mittwoch 60 Jahre jung: „Dann geht es nahtlos weiter!“

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