Positives Ergebnis im Etatentwurf 2018 / Investitionen in die Erhaltung von Vermögenswerten
Mehr Geld für Schulen und Straßen

Rosendahl. Mit einer schwarzen Null hatten sie gerechnet – jetzt aber steht im Entwurf für den Haushaltsplan 2018 ein Überschuss von 1,295 Millionen Euro. „Das ist schön, veranlasst uns aber sicherlich nicht zu Hurra-Sprüngen“, sagt Bürgermeister Christoph Gottheil, der den Etat gestern Abend gemeinsam mit Kämmerin Anna Nürenberg im Gemeinderat vorgelegt hat. Die positive Entwicklung soll vor allem dazu genutzt werden, Vermögenswerte zu erhalten – konkret: Vor allem in Schulen, Straßen und Wirtschaftswege wird investiert.

Freitag, 15.12.2017, 10:40 Uhr

0 Die Ausgangslage: Nach einer „Achterbahnfahrt“ mit einem Überschuss von 8,2 Millionen Euro im Jahr 2016 und einem voraussichtlichen Fehlbetrag von 2,4 Millionen Euro in diesem Jahr schlägt das Pendel 2018 wieder deutlich in den Plus-Bereich. „Wir bekommen 1,315 Millionen Euro Schlüsselzuweisungen vom Land, eigentlich hatten wir aber wie im Vorjahr mit einer Null gerechnet“, erklärt Anna Nürenberg. Hinzu komme eine Erstattung aus dem sogenannten Einheitslasten-Abrechnungsgesetz von rund 530 000 Euro.

0 Die Problembereiche: Die Kreisumlage sei gegenüber 2017 zwar deutlich gesunken, weise mit rund 6,17 Millionen Euro aber immer noch den zweithöchsten Betrag aller Zeiten auf, erläutert Gottheil. der den Umgang des Kreiskämmerers mit der Stellungnahme der elf Bürgermeister aus dem Kreis entschieden kritisiert: „So geht man in einer Familie nicht miteinander um.“ Nach wie vor schwierig gestalte sich auch Flüchtlingssituation – weniger im Hinblick auf die 240 Personen, die in Rosendahl aktuell untergebracht werden müssten. Vielmehr gehe es darum, dass in der vergangenen Zeit regelmäßig Flüchtlinge zugewiesen worden seien, die keine Bleibeperspektive haben. „Nach rechtskräftigem Abschluss des Asylantragsverfahrens bekommen wir nur noch für drei Monate die Sozialleistungen erstattet“, erklärt der Bürgermeister. „Danach muss die Last vollständig von uns getragen werden.“ Für 2018 werde deshalb mit einem Aufwand von 600 000 Euro gerechnet.

0 Die Investitionen: Vermögenserhalt, das ist der Begriff, der über den Etat 2018 gesetzt werden kann. Das bedeutet: Maßnahmen an Gebäuden, Straßen und Wegen sind geplant – „allein in den Straßenbau fließen 593 000 Euro und damit 360 000 Euro mehr als im Vorjahr“, sagt Anna Nürenberg. Sanierungen der Antoniusstraße oder Am Spielberg inklusive der Kanäle ind ebenso geplant wie die Wirtschaftswege Weersche und Klosterweg. Weitere 60 000 Euro sind für Gehwege vorgesehen. Insgesamt 455 000 Euro werden für die Gebäudeunterhaltung veranschlagt, zum Beispiel für die Toilettenanlagen in den Schulen oder die Sanierung des Südtraktes an der Sekundarschule. Der allergrößte Teil, rund 4,1 Millionen Euro, fließt in den Grunderwerb. „Wir wollen Grundstücke und Tauschflächen vorhalten“, betont der Bürgermeister. „Das ist eine gute Grundlage für die Zukunftsentwicklung.“

0 Der Ausblick: Wegen dann wieder fehlender Schlüsselzuweisungen ist für 2019 noch einmal ein Minus von 675 000 Euro prognostiziert. Anschließend soll die „schwarze Null“ stehen. „Wir kommen in ruhiges Fahrwasser“, urteilt Gottheil. Auch wenn viele Faktoren wie immer schwer einzuschätzen seien.

0 Die weitere Vorgehensweise: Der Haushaltsentwurf und der Stellenplan, der keine neuen Stellen ausweist, gehen ab Januar in Ausschüsse zur Beratung. Die Verabschiedung ist in der Ratssitzung am 1. März 2018 vorgesehen.

| Kommentar

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5359477?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947623%2F
Verstoßen Namen an Klingelschildern gegen die DSGVO?
Faktencheck: Verstoßen Namen an Klingelschildern gegen die DSGVO?
Nachrichten-Ticker