Nach Aussendungsfeier ziehen Sternsinger in 16 Gruppen durch Holtwick / Kinder freuen sich über Süßes
Gottes Segen und Freude gebracht

Rosendahl. Es ist nicht bloß eine einfache Formel – „’20*C+M+B+18’, das heißt ‚Christus mansionem benedicat’ und steht für ‚Christus, segne dieses Haus’“, weiß Nico (8). Die Formel soll jedes Jahr aufs Neue das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen stärken und ihnen zeigen, dass Gott es gut mit ihnen meint.

Sonntag, 07.01.2018, 17:18 Uhr

Auch bei Familie Berkemeyer in Holtwick übermittelten die kleinen Könige Nico, Adrian, Julian und Simon ihre Segenswünsche und wurden dafür mit Naschereien belohnt. Foto: T.-D. Rademacher

Darin sind sich auch die vier Holtwicker Sternsinger um Nico einig – Adrian (8), Julian (9) und Simon (8) haben mit Nico zusammen am Tag der Heiligen Drei Könige den Segen von Tür zu Tür getragen. Als eine von 16 Gruppen waren sie an der Gescherer Straße, der Ringstraße und der alten Landstraße unterwegs.

Bei der Aussendungsfeier in der Nikolaus-Kirche hatte Pastor Hans Schmeinck die Spendenboxen samt Kreide für die 64 Kinder gesegnet und betonte: „Heute zieht ihr los und bringt den Menschen Gottes Segen und Freude. Das ist eine große Aufgabe.“ Die Organisation der Aktion hatten in diesem Jahr Helga Pautsch, Steffi Üffing und Sarah Greiser übernommen.

Ein wenig beleuchtet hatte Schmeinck während der Aussendungsfeier auch den historischen Hintergrund um die Sterndeuter, die nach Jerusalem gereist waren und auf der Suche nach dem neugeborenen König auf den erbosten Herodes trafen. „Gold, Weihrauch und Myrrhe – das sind Geschenke für einen König und den Mensch gewordenen Gott“, erklärte Schmeinck die symbolhafte Bedeutung der Gaben. Herodes hatte den Sterndeutern aufgetragen, ihn zu informieren, sollten diese den neuen König finden. „Glücklicherweise kehrten sie nicht zu ihm zurück“, erzählte Schmeinck.

Gutes zu tun und gute Menschen zu unterstützen haben sich die Sternsinger auch in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben: „Wenn wir klingeln und die Bewohner die Tür öffnen, singen wir ‚Wir kommen daher aus dem Morgenland’ und schreiben daraufhin mit Kreide den Segen an die Haustür“, erklärte Nico das übliche Vorgehen.

Als Caspar geschwärzt wunderte sich Julian über das komische Gefühl der Farbe im Gesicht. „Das ist Bundeswehrschminke, die wir freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen haben“, schmunzelte Helga Pautsch.

Die gesammelten Spenden kommen wie in jedem Jahr dem Projekt von Pater Emmanuel in Uganda zugute. Über viele Naschereien freuten sich die jungen Teilnehmer der Aktion darüber hinaus natürlich auch.

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