Spielschar Osterwick lädt am Samstag zur Premiere von „Starkbeer in’ne Moorkat“ ein
Starkes Bier für schwache Nerven

Osterwick. Für die Gaststube „Zur Moorkate“ in Moordorf läuft es alles andere als rund, wie das Theaterpublikum ab Samstag (13. 1.) im Saal Grüner sehen wird: Wirtin Gunilla Moormann (Reinhild Wessendorf) steckt in der Krise und tut trotz eines schlecht laufenden Geschäfts alles Erdenkliche, um beim Brauereibesitzer Heinz Beermann (Ludger Böwing) ihren Pachtvertrag zu verlängern.

Dienstag, 09.01.2018, 22:08 Uhr

Von Gunillas in Schusseligkeit ausartender Panik bleibt Tochter Meike Moorkamp (Martina Hilbert) gänzlich unbeeindruckt. Foto: Tom-David Rademacher

Dieser hat sich schriftlich für einen Besuch angekündigt, ist Gunilla allerdings noch nicht persönlich in Erscheinung getreten. Nun setzt sie Himmel und Hölle in Bewegung, scheucht ihren eher gemächlichen Bediensteten Emil Schlurf (Franz-Josef Wilkes) und Küchenhilfe Luise Mampf (Tanja Große Perdekamp) durch die Gaststätte, um verzweifelt einen guten Eindruck zu schinden.

Soweit die Geschichte des neuen plattdeutschen Schwanks „Starkbeer in’ne Moorkat“ in drei Akten von Hans-Jürgen Schubert, der am Samstag um 20 Uhr im Saal „Haus Grüner“, inszeniert von der Spielschar Osterwick, Premiere feiert. Eine Kartenvorbestellung ist telefonisch unter 02547/224 möglich. Eine Karte kostet sowohl im Vorverkauf als auch an der Abendkasse sechs Euro.

„Seit Anfang Oktober sind wir in die Proben vertieft“, erzählt Spielleiter Gregor Leutermann. „Christian Volkery war im vergangenen Jahr bereits hinter der Bühne aktiv und wird dieses Mal selbst in die Rolle des Landarztes Dr. Heelmann schlüpfen. Wir können versprechen: Es gibt viel zu lachen“, schmunzelt Leutermann mit Hinblick auf die bevorstehende Premiere.

Denn was Gunilla Moorkamps Tochter Meike (Martina Hilbert) da zusammenbraut, ist jenseits von Gut und Böse: „Noch so ne Mixtur aus Meikes Spezialitätenkabinett“, staunt Postbote August Bringwatt (Gregor Leutermann) nicht schlecht über Meikes Mischkünste, die auch Rosa Menken (Isabelle Löchtefeld) beim Goutieren wahrhaft aus den Socken hauen. Nervös wird Gastwirtin Gunilla, als sich Brauereibesitzer Beermann eines Tages per Post ankündigt: „Von mir aus brauch’ dieser Kerl hier gar nicht aufzukreuzen“, schimpft sie in gewohnt lautem Ton, der Beermann und auch den Sohn des Brauereibesitzers Achim (Thomas Wolfert) schaudern lässt: „Glaub mir, mit der ist nicht gut Kirschen essen“, raunt Achim seinem Vater zu, als Gunilla wieder mit ihrer Herzlichkeit zu glänzen weiß.

„Wir freuen uns immer auf ein volles Haus. Wenn die Premiere gut funktioniert und vom Publikum angenommen wird, ist das eine tolle Bestätigung für uns“, zeigt sich Leutermann zuversichtlich für die Erstaufführung des plattdeutschen Schwanks. Das Publikum darf sich also auf so manchen Lacher gefasst machen.

Die Besucher der Mittagsvorstellungen werden um Vorbestellung bei Haus Grüner gebeten, um für eine gelungene Kaffee- und Kuchentafel garantieren zu können, betont Leutermann.

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