Rosendahl
In Sicherheit investiert

Holtwick. Blitzschnell schaltet sich neuerdings bei einem Stromausfall am Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Bleck in Holtwick die neue stationäre Netzersatzanlage ein. Sie ersetzt das alte Notstrom-Aggregat.

Freitag, 08.02.2019, 20:55 Uhr aktualisiert: 09.02.2019, 11:02 Uhr
Bei der Besichtigung des Hochbehälters für die Trinkwasserversorgung auf dem Bleck in Holtwick informierte Carsten Adam (r., Diplom- Versorgungsingenieur, Stadtwerke Coesfeld), den Rosendahler Ver- und Entsorgungsausschuss im Pumpengebäude über den anstehenden zweiten Bauabschnitt, der die Optimierung der Pumpentechnik vorsieht. Foto: Stadtwerke Coesfeld

„Das Tempo hat uns sehr beeindruckt“, sagte Elke Berger, die in der Gemeindeverwaltung Rosendahl für die Wasserversorgung zuständig ist. „Für die Einwohner gibt es keinerlei Beeinträchtigung. Sie merken davon nichts.“ Die Versorgung mit Trinkwasser sei ohne Unterbrechung gewährleistet.

Die Mitglieder des Ver- und Entsorgungsausschusses haben sich bei einem Ortstermin ein Bild von den bereits erfolgten Sanierungen gemacht. Die Maßnahmen des ersten Bauabschnittes wurden im Einzelnen vorgestellt. Dazu gehören der Austausch des Transformators von 250 Kilovoltampere (kVA) auf 400 kVA, der Austausch der Mittelspannungsanlage sowie die Neuanschaffung der Netzersatzanlage (alte 160 kVA und neue 400 kVA) inklusive eines neuen Gebäudes.

Die Gemeinden Rosendahl und Legden stemmen diese Maßnahmen gemeinsam. So waren bei dem Ortstermin auch die beiden Bürgermeister Christoph Gottheil und Friedrich Kleweken dabei. Gottheil sagte, dass die Gemeinde Rosendahl große Summen in das Projekt investiere, damit die Trinkwasserversorgung gesichert sei. Der Ortstermin habe auch dazu gedient, zu zeigen, wohin das Geld fließt.

750 000 Euro nehmen beide Gemeinden für die Sanierungsmaßnahmen am Hochbehälter in die Hand – und das auf drei Jahre verteilt. Etwa 483 000 Euro muss die Gemeinde Rosendahl aufbringen.

Der Hochbehälter, der in zwei Kammern insgesamt 3000 Kubikmeter Trinkwasser speichern kann, ist im Jahre 1978 gebaut worden. Die Steuerungs- und Pumpentechnik waren veraltet. Der Standort auf dem Bleck in Holtwick sei damals ausgewählt worden, weil das Trinkwasser über die Leitung von Coesfeld im Freigefälle nach Holtwick laufen könne, wie Elke Berger erläuterte. Eine Wasserleitung geht von Holtwick nach Osterwick und dann nach Darfeld, die andere Leitung führt von Holtwick nach Legden. Im neuen Gebäude am Hochbehälter, das die neue Netzersatzanlage beherbergt, informierte Elektrotechniker Karsten Hölper (Stadtwerke Coesfeld) die Teilnehmer des Ortstermins als Verantwortlicher für den Bereich der Stromversorgung über die Steuerung und Motorvorwärmung der Netzersatzanlage. Im Pumpengebäude erläuterte Diplom-Ingenieur Carsten Adam, der in dem Projekt für die Planung der Wasserversorgung tätig war, den Besuchern den anstehenden zweiten Bauabschnitt. Dieser sieht die Optimierung der Pumpentechnik vor. Das Projekt betreut Torben Hermann, Bachelor of Engineering. Projektleiter Hölper resümierte: „Es war wichtig, das bestehende Aggregat durch eine neue stationäre Netzersatzanlage zu ersetzen – ein elementarer Schritt, um weiterhin eine unterbrechungsfreie Wasserversorgung zu gewährleisten.“

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