Rosendahl
Ideen-Vielfalt für ein starkes Europa

Osterwick. In den nächsten Wochen werden sicher einige Blicke auf das 740-Seelen-Dorf Stockhausen in Ostwestfalen fallen. Denn die Einwohner der kleinen Ortschaft wollen Rosendahl Konkurrenz machen: Eine möglichst hohe Beteiligung bei der Europawahl am 26. Mai erreichen, und damit Spitzenreiter in Deutschland werden. Genau das haben sich die Rosendahler mit der Initiative „100 Prozent Europa – Rosendahl geht hin!“ zum Ziel gesetzt. Die Stockhausener sind auf diese Idee, die in Rosendahl im vergangenen Jahr geboren wurde, aufmerksam geworden, als Monika Klein, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins „Rosendahl – Entrammes/Forcé/Parné sur Roc“ und Bürgermeister Christoph Gottheil die Kampagne vor Vertretern des Landes und verschiedenen Kommunen aus NRW vorstellten (wir berichteten).

Donnerstag, 14.03.2019, 14:53 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 14:56 Uhr
Mit geballter Kraft gemeinsam zu „100 Prozent Rosendahl“: Vertreter verschiedener Vereine, Einrichtungen und Institutionen trafen sich jetzt zum zweiten Mal zum Sammeln von Ideen, um bei der Europawahl am 26. Mai eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Ihr Ziel: 100 Prozent. Foto: Leon Seyock

Damit sich Rosendahl die Gemeinde in der Bundesrepublik mit der höchsten Wahlbeteiligung nennen kann, hat der Partnerschaftsverein nun zu einem zweiten Treffen eingeladen, um sich über Ideen und Projekte auszutauschen, die die Initiative mit Leben füllen sollen. Dieser Einladung sind etwa 30 Ehrenamtliche aus Vereinen, Institutionen und Einrichtungen gefolgt.

„Es ist schon einiges in Bewegung gekommen seit dem ersten Treffen im Januar“, begrüßte Klein die Teilnehmer der Runde im Rathaus. „Wir wollen mit einem guten Beispiel voran gehen und unsere guten Erfahrungen mit Europa weitergeben“, betonte sie die Wichtigkeit der Europäischen Union.

Jeder der Anwesenden hat sich bereits in eigenen Reihen mit dem Thema Europa auseinandergesetzt und Ideen gesammelt, wie sie sich selbst an der Initiative beteiligen können.

So wollen beispielsweise die Heimatvereine in Holtwick und Darfeld an ihren Backtagen im April und Mai ein Europa-Brot anbieten. Die Einfahrten der drei Orte sollen mit Strohpuppen, die die Landjugenden aufstellen, und großen Bannern geschmückt werden. Einen Fahrdienst am Wahltag für mobil eingeschränkte Rosendahler regte Wilhelm Vennemann vom Partnerschaftsverein an: „Vor allem ältere Menschen könnten davon profitieren“, meinte er. Die Offene Jugendarbeit möchte zudem eine U-18-Wahl ins Leben rufen, damit auch Jugendliche die Wichtigkeit von Europa und der Wahl erleben.

Ein großes Thema war die „Europa-Plaza“, die beim Osterwicker Frühlingsfest am 28. April entstehen soll. Mit einem blauen Teppich, Europa-Fahnen oder Wimpelketten soll diese neben dem Rathaus geschmückt sein. Auf einer Bühne könnten Kindergarten-Kinder einen Tanz zum Thema aufführen, Jugendliche könnten verschiedene Passagen mit dem Bezug zu Europa lesen und Flashmobs könnten dort stattfinden. Auch eine Europa-Karte könnte aufgestellt werden, auf der Rosendahler, die aus dem europäischen Ausland kommen, einen Pin auf das jeweilige Land setzen können – um so herauszufinden, wie die Gemeinde mit Europa verknüpft ist. Eine ähnliche Anregung warf auch die stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp in den Raum: „Es wäre schön, wenn wir Rosendahler in den Vordergrund rücken, die in Europa arbeiten oder wohnen.“

Viele Ideen mehr sammelten die Rosendahler, die in den kommenden Wochen in den Gruppierungen weiter gefestigt und umgesetzt werden. Zeitnah soll es ein zweites Treffen zur „Europa-Plaza“ geben.

Die Rosendahler sind jetzt bestens motiviert – nicht nur, um die 100 Prozent zu erreichen, sondern auch, um den „Wettbewerb“ gegen Stockhausen zu gewinnen.

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