Rosendahl
Das Ei rückt mehr ins Licht

Holtwick. So überdimensional das „Ei“ auch daherkommt, es führt eher ein Schattendasein. „Zumindest ist diese gesamte Anlage hier sehr in die Jahre gekommen“, sagt Christoph Gottheil und blickt auf die Zuwegungen und Grünanlagen rund um das Naturdenkmal. Das soll sich ändern, denn nun liegt dem Bürgermeister der Förderbescheid für die Leader-Region Baumberge in Höhe von 64 588 Euro vor: Noch in diesem Jahr soll der Bereich rund um das Holtwicker Ei umgestaltet und aufgewertet werden.

Mittwoch, 17.04.2019, 17:37 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 15:54 Uhr
Freuen sich über den Förderbescheid für Leader-Mittel zur Umgestaltung am Holtwicker Ei: (von links) Annette Hülsmann (Bezirksregierung Münster), Bürgermeister Christoph Gottheil, Fachbereichsleiterin Anne Brodkorb und Stephanie Schlüter (Fachbereich Planen und Bauen). Foto: Frank Wittenberg

Barrierefrei soll es werden, das sei ein ganz wichtiger Aspekt. Und die Besonderheit soll mehr herausgestellt werden, verweist Annette Hülsmann von der Bezirksregierung Münster auf einen Zeugen der Eiszeit von vor rund 200 000 Jahren, der aus dem hohen Norden gekommen und in Holtwick gelandet sei: „Im Amtsblatt des Kreises Coesfeld von 2004 ist das Holtwicker Ei als Einzelschöpfung der Natur bezeichnet worden.“ Das deutlich zu machen unter anderem mit Infotafeln, werte die Anlage nicht nur für Spaziergänger und Radwanderer auf, betont sie: „Die Geschichte macht es auch für Schulklassen zum Beispiel im Erdkundeunterricht spannend.“

Der Gedanke, das Naturdenkmal wieder ansehnlicher ins Licht zu rücken, sei schon vor vier Jahren beim Jubiläum der Nachbarschaft Eihook entstanden, erinnert sich Christoph Gottheil: „Aus kleineren Ideen ist dann immer mehr entstanden.“ Möglichkeiten der optischen Neugestaltung seien auch mit dem Eigentümer der Fläche, Benedikt Graf Droste zu Vischering, erörtert worden, dem auch an Verkehrssicherungsmaßnahmen gelegen sei – deshalb hätten im Vorfeld auch einige kranke Bäume gefällt werden müssen. Im Zuge eines Gesamtkonzeptes hätten Bäume weichen müssen, Neuanpflanzungen sollen aber nun folgen.

Der Entwurf der Landschaftsarchitektin Constanze Gericks sieht unter anderem eine Entfernung der vorhandenen Treppenanlage vor. Dafür sollen zwei Rampen mit sechs Prozent Gefälle entstehen, die es künftig auch Rollstuhlfahrern oder Menschen mit Rollator ermöglichen, tatsächlich bis an das Holtwicker Ei heranzukommen. Direkt am Ei soll bis auf eine Zuwegung das Pflaster aufgenommen und durch Kiesel ersetzt werden. Drumherum sollen Sitzstufen und Sitzmauern einen Anreiz zum Verweilen bieten, gleiches gilt für verschiedene Gruppen mit Tischen und Bänken. „Die sind sicherlich für die Nachbarschaft vorgesehen, aber auch für weitere Besucher“, erklärt der Bürgermeister. „Wir werden im Sinne der Anlieger aber Wert darauf legen, dass ab 22 Uhr die Nachtruhe eingehalten wird.“

Insgesamt 99 367 Euro soll die Umgestaltung kosten. 65 Prozent der Summe werden aus Leader-Mitteln gefördert, der Restbetrag ist im Rosendahler Haushalt vorgesehen. „Wir werden jetzt zunächst eine Ausschreibung durchführen müssen“, kündigt der Bürgermeister an. „Eine Umsetzung soll im Zeitraum Sommer bis Herbst erfolgen.“

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