Rosendahl
Heute Rasenfläche – morgen Tipi

Osterwick. Sogar von der Schule wurden sie für diesen Vormittag freigestellt. Marei und Lukas stechen mit Schaufeln voller Kraft in den Rasen. Vorher haben sie einen Kreis mit etwa drei Metern Durchmesser gezogen, deren Rand es jetzt gilt, auszuschaufeln. Noch arbeiten die beiden Schüler im Osterwicker Dorfpark alleine, das ändert sich aber am Nachmittag: Etwa 30 Kinder und Jugendliche haben sich angekündigt, um bei verschiedenen Projekten mit anzupacken.

Samstag, 18.05.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 18.05.2019, 09:02 Uhr
Marei und Lukas machen es vor: Mit Tatendrang und Schaufeln buddeln sie einen Kreis, in den Weiden gepflanzt werden sollen. Die Spitzen werden zusammengebunden, und fertig ist ein Weiden-Tipi. Foto: Leon Seyock

Bundesweit findet im Mai die 72-Stunden-Aktion statt, an der sich auch Rosendahl bereits zum dritten Mal beteiligt. In dieser Zeit helfen Ehrenamtliche mit, um gemeinnützige Projekte zu realisieren. Die Aktion wurde vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) initiiert.

„Vor der Aktion haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, welche Projekte wir im Osterwicker Dorfpark machen möchten“, sagt Gregor Deitert, Vorsitzender des Heimatvereins Osterwick. Wir – damit meint er die Landjugend, die Messdiener und die Musikgruppe „Glockenrock“. So packen Messdiener ab der zweiten Klasse bis hin zu jungen Erwachsenen im Dorfpark mit an.

Die Landjugend wird nun einen Grill mauern, aus Paletten wird eine Spielküche gebaut, unter der Wippe werden Reifen montiert, Nistkästen für Vögel sollen aufgehangen werden, Bänke gestrichen und Bienenhotels gebastelt werden. Außerdem soll eine Buddelkiste gebaut werden: „Jeder, der Sandspielzeug zu Hause übrig hat, kann es dort hineinlegen“, erklärt Deitert. Kinder können sich dann auf dem Spielplatz im Dorfpark daran bedienen.

Ein weiteres Projekt: ein Weiden-Tipi. Daran arbeiten Marei und Lukas im Moment. „Wenn wir mit dem Ausschachten des Kreises fertig sind, pflanzen wir mit Torf dort mehrere Weiden ein“, erklärt Lukas. Die Spitzen der Pflanzen werden anschließend zusammengebunden. „Wenn die Weiden dann angewachsen sind, sieht es wie ein Tipi aus“, ergänzt Deitert. Danach ist die Allgemeinheit gefragt: „Die Pflanzen müssen gut gegossen werden. Wir stellen Gießkannen an die Pumpen im Park. Jeder ist eingeladen, die Weiden zu gießen“, sagt Deitert.

Bei der 72-Stunden-Aktion gibt es keine festgeschriebene Schichten, jeder kann kommen und gehen. „Aber jeder packt mit an und am Ende kommt etwas für die Allgemeinheit heraus“, sagt Deitert. Die Aktion startete gestern Vormittag. Heute sind die ehrenamtlichen Helfer ab 9 Uhr bis in den frühen Abend hinein im Park und helfen, wo sie können, damit alle geplanten Projekte umgesetzt werden können. Am Sonntag sind die Rosendahler eingeladen, sich die Arbeiten der Jugendlichen anzuschauen. „Bei gutem Wetter backen wir Waffeln“, so Pastoralreferentin Reinhildis Lösing.

Die Truppe benötigt für die 72-Stunden-Aktion noch einige Materialien. Wer alte Nistkästen und ein Grillrost übrig hat, kann diese bei den Jugendlichen im Dorfpark abgeben. Auch das Sandspielzeug für die Buddelkiste wird schon gesammelt. „Natürlich freuen sie sich auch über etwas Verpflegung“, sagt Lösing mit einem Schmunzeln. Unterstützt wird die Aktion von verschiedenen Sponsoren aus Rosendahl.

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