Auch wenn sich die Eichenprozessionsspinner in diesen Tagen verpuppen, ist die Gefahr nocht nicht gebannt.
Vorsicht vor Hautkontakt mit Härchen

Rosendahl. Besondere Vorsicht ist im Moment auf dem Radweg zwischen Holtwick und Osterwick geboten, denn zahlreiche Nester des Eichenprozessionsspinners befinden sich an den Bäumen am Wegesrand. „Diese Eichen gehören allerdings nicht der Gemeinde. Der Landesbetrieb Straßenbau ist deshalb für die Beseitigung der Nester zuständig“, sagt Anne Brodkorb, Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen auf Nachfrage. Die Gemeinde habe den Landesbetrieb mehrmals auf das Problem angesprochen.

Mittwoch, 10.07.2019, 12:22 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 12:30 Uhr
An den Eichen am Wegesrand befinden sich zahlreiche Nester der Eichenprozessionsspinner – auf dem Radweg zwischen Osterwick und Holtwick ist deshalb momentan besondere Vorsicht geboten. Diese Bäume gehören allerdings nicht der Gemeinde, der Landesbetrieb Straßenbau ist für die Beseitigung zuständig. Foto: Leon Seyock

Bereits im Frühjahr hat die Gemeinde mit einer Fachfirma eine Bekämpfungsaktion gegen die Eichenprozessionsspinner durchgeführt. „Die Ergebnisse davon sind auch recht ordentlich“, informierte Bürgermeister Christoph Gottheil jetzt in der jüngsten Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschuss. Eine Fachfirma sprühte im März die einzelnen Nester ein, als sich die Tiere noch im Larvenstadium befanden und sich so erst gar nicht entwickeln konnten. 1200 Eichen seien es insgesamt gewesen. Einzelne Bäume, die der Gemeinde gehören, seien trotzdem befallen. Diese werden dann nachträglich durch das Ordnungsamt von den Tieren befreit. „Eventuell haben wir die Bekämpfungsaktion einige Tage zu früh durchgeführt“, vermutet Brodkorb, weshalb es trotzdem noch einige Nester der Tiere gibt. Fest steht in jedem Fall, dass diese Aktion auch im kommenden Jahr wiederholt werden soll. Rosendahl sei damit Vorreiter gewesen, „viele Gemeinden haben sich das Verfahren danach abgeschaut und selbst erfolgreich durchgeführt“, so die Fachbereichsleiterin.
Im vergangenen Jahr seien die Eichenprozessionsspinner erstmalig Thema in der Gemeinde gewesen. „Deshalb blieb uns in den Sommermonaten nur die Möglichkeit, die befallenen Eichen in der Nähe von Kindergärten, Schule und Spielplätzen von den Tieren zu befreien“, blickt Brodkorb zurück. Im Herbst habe man dann überlegt, wie man die Tiere, deren Härchen beim Menschen unter anderem unangenehmen Juckreiz auslösen können, eindämmen kann. So sei man dann auf die Möglichkeit gekommen, die Nester bereits im Frühjahr einzusprühen. Dieses Vorhaben habe in diesem Jahr gut funktioniert – es gebe aber trotzdem ein weiteres Problem, auf das Brodkorb aufmerksam macht: „Die Brennhaare der Raupen können im Wind bis zu 100 Meter weit fliegen. Deshalb sind die übrig gebliebenen Nester selbst in diesem Jahr nicht das größte Problem, sondern der direkte Kontakt der Härchen mit der Haut.“
Laut Information des Naturschutzbundes (NABU) beginnen die Raupen in diesen Tagen und Wochen damit, sich zu verpuppen. Im August schlüpfen daraus dann grau-braune Falter, die allerdings nur wenige Tage leben.

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