Rosendahl
Viele Bausteine für den Klimaschutz

Rosendahl. Nur vom Reden wird das Klima nicht besser – darin sind sich alle Beteiligten einig. Um auch in der Tat etwas für das Klima zu tun, beteiligt sich Rosendahl an der vom Kreis Coesfeld initiierten Klimaschutzwoche, die am kommenden Donnerstag (12. 9.) startet. Über mehrere Tage führt jede teilnehmende Kommune unterschiedliche Projekte zum Klimaschutz durch.

Dienstag, 10.09.2019, 16:52 Uhr
Auch Rosendahl beteiligt sich an der Klimaschutzwoche des Kreises: (von links) Martin Althoff (IBP), Stephanie Schlüter (Gemeinde), Ludger Wilmer (IBP), Ralf Steindorf, Martin Peplinski (Sekundarschule), Anne Brodkorb (Gemeinde), Christoph Gottheil (Bürgermeister) und Stefan Bölte (Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien) stellten jetzt die Projekte vor. Foto: Leon Seyock

So feiert das Repair-Café am Mittwoch (18. 9.) in Rosendahl Premiere. „Wir möchten Bürgern die Möglichkeit geben, Dinge zu reparieren“, erklärt Stefan Bölte, Geschäftsführer der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien. Bei dem Angebot, das allen Interessierten offensteht, sollen vor allem Dinge im Fokus stehen, „bei denen der Handel keine Reparatur mehr anbietet“, so Bölte. Brillenetuis, kleine Möbel, Thermomixer, Staubsauger: Alles, was man selber tragen kann, darf mitgebracht werden. „Das Tolle am Repair-Café ist nicht nur, dass Dinge repariert werden, sondern auch die Begegnungen zwischen Jung und Alt“, betont Martin Althoff vom Vorstand der Interkulturellen Begegnungs-Projekte (IBP), der Initiator des Cafés, das mittlerweile schon in mehreren Kommunen des Kreises eine feste und beliebte Institution ist. „Manchmal ist das Reparieren nur das geringste Problem. Aber das gemeinsame Arbeiten und das Kennenlernen ist klasse“, so Althoff. Denn manchmal, so erzählt er, stehen mehrere Leute um ein Gerät herum und tüfteln, wie man es wieder ans Laufen bekommt. Dazu stehen auch fachkundige Handwerker parat, die tatkräftig mit anpacken.

„Das Repair-Café ist eine wunderbare Sache, die zum Klimaschutz beiträgt“, sagt Ludger Wilmer, Werkstattleiter der IBP. „Reparieren statt Wegwerfen“ ist das Motto des Cafés und leistet so einen Teil zur Ressourcen-Schonung. Nicht nur Personen, die kaputte Geräte zu Hause haben, sondern auch handwerklich begabte Menschen sind ausdrücklich eingeladen, am Repair-Café teilzunehmen. Dieses findet am Mittwoch (18. 9.) von 16 bis 18 Uhr im Werkraum der Sekundarschule statt. „Das ist zunächst ein einmaliger Termin. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich das auch in Rosendahl etablieren kann“, ist Bürgermeister Christoph Gottheil optimistisch.

An der Sekundarschule befassen sich außerdem die Neuntklässler in ihrem Wahlpflichtfach mit dem Thema Klima. Wie schone ich Ressourcen? Wie funktioniert ein Elektro-Auto? Und wie baut man ein Windrad? Eines der vielen Projekte unter der Leitung von Martin Peplinski ist die Beobachtung des Klimas im Schulgebäude. Dazu wurden kleine Messcomputer in verschiedenen Räumen angebracht, die die Temperatur und die Feuchtigkeit aufzeichnen. „So kann festgestellt werden, wo in der Schule entsprechend gehandelt werden kann“, erklärt Peplinski. Auch Alexander Schulz, Gebäudemanager der Gemeinde, wird sich die Ergebnisse ansehen und schauen, ob und wo es Optimierungsbedarf gibt.

Ralf Steindorf beteiligt sich mit dem Format „Steindorf kocht“ an der Klimaschutzwoche: Am Donnerstag (26. 9.) ist Regierungspräsidentin Dorothee Feller in Rosendahl zu Gast. Steindorf wird zu diesem Anlass aus regionalen Produkten einen Imbiss zaubern, im Vordergrund soll dabei der Käse „Darfeld“ stehen. „Lebensmittel haben oft eine schlechte CO2-Bilanz“, so Steindorf. Daher möchte er darauf aufmerksam machen, dass auch mit lokalen Produkten frisch und lecker gekocht werden kann. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Er stellt sich eine „Gulaschkanone“ vor: Aus regionalen Produkten „die mit dem Fahrrad geholt werden können“, ergänzt Gottheil, soll auf dem Rathausplatz ein großer Eintopf zubereitet werden – mit einem möglichst kleinen CO2-Ausstoß.

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