Rosendahl
„Der naturnahe Charakter wird zerstört“

Darfeld. Ein grünes Kleinod direkt vor der Haustür – so kann man den Hohlweg an der Kleihecke in Oberdarfeld beschreiben. Der Weg zeichnet sich vor allem durch viel Grün, hohe Bäume und eine erholsame Wald-Atmosphäre aus. Wenn es nach dem Flurbereinigungsverfahren geht, das momentan in Darfeld durchgeführt wird, soll das allerdings schon bald Geschichte sein: Auf einer Breite von 7,95 Metern soll der Weg ausgebaut und versiegelt werden. „Damit dürfte dann der komplette Charakter des Weges in der Natur dahin sein“, sagt Ralf Steindorf, Fraktionsvorsitzender der CDU. In den Augen der Politiker eine unnötige Investition.

Mittwoch, 18.09.2019, 14:48 Uhr
Ein schönes Stück Natur ist der Hohlweg an der Kleihecke in Oberdarfeld. Wenn es nach den Plänen der Flurbereinigungsbehörde geht, soll dieser Weg versiegelt werden – das möchte die CDU-Fraktion der Gemeinde nun verhindern. Foto: Leon Seyock

Deshalb hat die Fraktion in der jüngsten Sitzung des Rates einen Antrag eingereicht und die Verwaltung damit beauftragt, „einer Versiegelung oder Umgestaltung des Weges durch Begradigung, Pflasterung, Asphaltierung oder sonstige Maßnahmen, die den derzeit naturnahen Charakter des Weges beeinträchtigen können, entschieden entgegenzuwirken“, wie es in dem Antrag heißt.

Grundsätzlich befürworte die CDU das Flurbereinigungsverfahren, da die Gemeinde und die Bürger von der Investition profitierten. Allerdings treffe das bezüglich des Hohlweges an der Kleihecke nicht zu: „Durch das Verfahren wird der naturnahe Charakter des Weges völlig zerstört“, sagt Steindorf.

Die Planung: In Oberdarfeld beginnt der asphaltierte Hohlweg, der „erhebliche Mängel“ aufweist, so die Erläuterung in den Planungen der Flurbereinigungsbehörde, die öffentlich einsehbar sind. Geplant sei an dieser Stelle eine wassergebundene Deckschicht. Der Weg verläuft weiter in Richtung Darfeld und besteht „zum Teil aus reinem Erdweg mit geringer Befestigung im Unterbau.“ Dementsprechend weist der Wegabschnitt eine unzureichende Tragfähigkeit, Wasserführung und eine unzureichende Fahrbahnbreite auf, heißt es in den Planungen. Der Wegeausbau soll in Richtung Westen erfolgen, die östliche Böschung bleibe dabei bestehen. An der Westseite sei eine neue, bepflanzte Böschung geplant. Der Wegeausbau mit wassergebundener Decke endet südlich des Nadelwaldes auf dem Westerberg, so die Erläuterung.

Zu Beginn der Planungen durch die Flurbereinigungsbehörde habe es geheißen, dass der Hohlweg nicht angefasst werde; stattdessen sollte es eine Umgehung geben, berichtet Steindorf. „Dass die Fläche versiegelt werden soll, geht gar nicht. Wir halten diese Maßnahme auch im Rahmen des Klimaschutzes für nicht nötig“, macht der Fraktionsvorsitzender deutlich. Hinzu komme, dass der dann ausgebaute Weg hauptsächlich von nur zwei Anliegern genutzt werde. „Wir haben Gespräche mit ihnen geführt und sie sagten uns, dass sie eine Versiegelung ebenfalls für unnötig erachten“, berichtet Ralf Steindorf von den gemeinsamen Gesprächen.

Zwar haben die Politiker selbst rechtlich keine Möglichkeit, das Flurbereinigungsverfahren an dieser Stelle zu stoppen, da der entsprechende Wege- und Gewässerplan bereits genehmigt ist, „wir möchten aber Öffentlichkeit herstellen und Leute mobilisieren, sich damit zu befassen und Nein zu sagen“, hofft Steindorf auf Zustimmung. Von einigen Fraktionen im Gemeinderat habe die CDU diese schon bekommen.

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