Frauenfußball: VfL Billerbeck will auf neuen Trainer setzen / Regisseurin wechselt zum VfL Bochum
Künftig ohne Okon und Richter

Billerbeck. Die Fußballerinnen des VfL Billerbeck gehen die Planungen für die neue Saison 2014/15 ohne zwei zurzeit entscheidende Figuren an: Spielführerin und Regisseurin Magdalena Richter und Trainer Walter Okon werden den Club im Sommer verlassen. Während es „Maggi“ Richter zum VfL Bochum zieht, möchte der Verein die Verantwortung im Trainerstab neu besetzen. „Das Zusammenspiel zwischen der Mannschaft und mir hat nicht in allen Bereichen reibungslos funktioniert“, erklärt Okon. Deshalb sei seitens des Vereins die Entscheidung gefallen, sich im Sommer neu aufzustellen.

Dienstag, 18.03.2014, 19:54 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.03.2014, 15:47 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.03.2014, 19:54 Uhr

Dabei macht der Billerbecker, der erst mit Beginn der aktuellen Saison den Westfalenligisten übernommen hat, kein Geheimnis daraus, dass er seine Arbeit gerne fortgesetzt hätte. „Es tut schon etwas weh, denn die Mannschaft ist trotz der vielen Ausfälle, mit denen wir seit Monaten zu kämpfen haben, richtig stark“, betont der 47-Jährige. Die Umsetzung der Trainingsinhalte stelle nicht immer zufrieden. „Manchmal fehlt der letzte Biss, sich auf die Dinge einzulassen.“ Hinzu komme eine berufliche Veränderung, denn Berufssoldat Okon wird im Sommer ins niederländische Eibergen versetzt. „Ich hätte zwei Mal in der Woche den Weg zum Training auf mich genommen“, sagt er. „Aber dann hätte alles passen müssen.“

Auch der Mannschaftsverantwortliche Dirk Kerkhoff und Matthias Heuermann (Vorstand) haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Wir haben lange überlegt, sind dann aber zu der Erkenntnis gekommen, dass wir den nächsten Schritt mit einem neuen Trainer machen wollen“, bestätigt Heuermann auf Anfrage. An einer neuen Lösung werde zurzeit intensiv gearbeitet – ebenso am Kader für die neue Saison. Magdalena Richter, die in Bochum studiert und schon länger unter anderem vom dortigen VfL umworben wird, soll in der neuen Saison beim Zweitligisten auf Torejagd gehen. Ansonsten werde der Großteil des Kaders weiter zur Verfügung stehen. „Und wir wollen natürlich weiter junge Spielerinnen aus unserer eigenen Nachwuchsarbeit einbauen“, so Heuermann.

Bis zu seinem Abschied will Walter Okon alles dafür tun, den positiven Trend der vergangenen Jahre zu bestätigen. „Den Anschluss an Platz zwei haben wir bereits geschafft“, sagt er mit Blick auf lediglich zwei Zähler Rückstand auf Germania Hauenhorst. Seiner Mannschaft bescheinigt er eine „richtig gute“ Serie. Und dabei dürfe nicht vergessen werden, dass Magdalena Richter verletzungsbedingt die gesamte Hinrunde ausgefallen sei: „Sonst würden wir um den Regionalliga-Aufstieg mitspielen.“

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