Billerbeck
Billerbeck holt die big points

Coesfeld / Billerbeck. Die big points gehen nach Billerbeck. Drei schnörkellose To- re innerhalb von nur elf Minuten trafen den Gegner bis ins Mark. Thomas Aupert (21.), Dominik Brinkmann (28.) und Matthias Möllering (32.), bei dessen Distanzschuss dem Coesfelder Keeper die Sicht versperrt war, sorgten schon in der ersten Halbzeit für eine Vorentscheidung. Als Möllerings Knaller den rechten Innenpfosten touchierte und dann zum 3:0-Pausenstand ins Netz flog, war Marius Messing machtlos. „Ich hab’ nichts gesehen“, klagte Messing, der kurzfristig einspringen musste, weil Jonas Averesch, die etatmäßige Nummer 1 der SG 06 beim Aufwärmen mit seinem linken Fuß umgeknickt war.

Dienstag, 10.04.2018, 06:32 Uhr

Die Billerbecker Abwehrwand: Felix Leimkühler (vorn) und Schlussmann Tim Schürhoff (rechts) lassen im eigenen Sechzehner nichts anbrennen. Foto: az

Die Hausherren waren spürbar geschockt über so viel Effektivität im Abschluss. Dabei musste der Spitzenreiter auf seine beiden Schützen vom Dienst verzichten: Adenis Krasnigi (13 Treffer) hat massive Probleme mit seiner lädierten Schulter, und Philipp „Pepe“ Daldrup (8 Treffer) war wegen fünf gelber Karten gesperrt. Zudem fehlte Kapitän Max Zumbülte, der auf Familienurlaub in den USA weilt und von Markus Möllering in der Innenverteidigung nahtlos ersetzt wurde.

„Die Vorstellung war nahezu perfekt“, frohlockte Steffen Szymiczek, der seiner Mannschaft aufgetragen hatte, im zweiten Durchgang auf Abwarten zu spielen: „Wir wollten den Coesfeldern das Feld überlassen, um dann mit schnell vorgetragenen Konterangriffen wirkungsvoll Nadelstiche zu setzen.“ Kompakt standen sie in der eigenen Hälfte, so dass der Gegner kein Mittel fand, um dieses dichte Bollwerk erfolgreich zu durchbrechen. „Billerbeck hat tief gestanden und gut verteidigt“, stellte SG-Coach Patrick Steinberg fest, „schade, dass unsere Pässe nicht ankamen und wir viel zu viele Ballverluste hatten.“ Bei allem Bemühen ließen die jungen „Büllekes“ die Cleverness vermissen, um die alten Hasen auszutricksen. Markus Möllering, Thomas Aupert, Felix Leimkühler oder Andreas Lembeck sind so ausgebuffte Typen, die in der Hitze des Gefechts stets kühlen Kopf bewahren. Für den routinierten „“Pepe“ Daldrup, den Steffen Szymiczek als „Angelpunkt“ seines Teams bezeichnete, übernahmen andere die kommunikativen Aufgaben. Markus Möllering, Thomas Aupert und Calvin Majewski waren die Lautsprecher, die ihre Mitspieler mit Kommandos versorgten. So laut wie Szymiczek war aber keiner. Daniel Dübbelde, Billerbecker Co-Trainer und Familienvater, nahm sein verschrecktes Töchterchen Lotta nach der Pause vorsichtshalber zur Seite. Mit Blick auf Szymiczek dachte sie wohl: „Warum schreit der Onkel bloß so viel . . . ?“

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