Billerbeck
Blau-weiße Glückseligkeit

Billerbeck. Der Chef war geschafft – und seine Belegschaft auch. „Alle sind ausgelaugt und platt“, sagte Steffen Szymiczek nach dem zahlenmäßg klaren 3:0-Sieg über den SV Bösensell, „ich bin heilfroh, dass es jetzt vorbei ist.“ Mit einem Happy-End krönten die Billerbecker ein Fußball-Jahr, das dramaturgisch kaum mehr zu toppen ist. O-Ton Szymiczek: „Das ist der helle Wahnsinn!“ Diese Saison, die alle mitgenommen hat, wird zweifellos ein großes Kapitel in der über 100-jährigen Geschichte dieses Klubs einnehmen.

Dienstag, 12.06.2018, 06:28 Uhr

Feierbiester (von links):Keeper Hendrik Gausling, Doppel-Torschütze Philipp Daldrup, Oldie Markus Möllering und Erfolgstrainer Steffen Szymiczek. Foto: az

Ein Riesenkompliment machte er den Zuschauern. „Wie sie uns angefeuert haben, ob in Gescher, in Bösensell oder hier im Rückspiel auf eigenem Platz – das war erste Sahne!“ Sein Team brauche die Unterstützung. „Aber nicht nur extern, auch intern, also im Verein. Denn die Aufgaben, die in der Bezirksliga vor uns liegen, werden bestimmt nicht kleiner“, erklärte Szymiczek, der sich oft wie ein Alleinunterhalter fühlt, „die Erfolge, die unsere Jungs erreicht haben, dürfen im Verein ruhig anerkannt werden.“

Nach den Feierlichkeiten auf dem Platz inmitten der eigenen Fans folgte der Aufstiegsschmaus im Klubheim. „Um 18.30 Uhr haben wir im Hotel Weißenburg angerufen, um 20 Uhr wurde das Essen geliefert – top de luxe. Besser und schneller geht’s nicht“, lobte Steffen Szymiczek den Küchenchef der Nobel-Herberge.

Natürlich ging es hoch her. Auch die Spieler der dritten Mannschaft, die durch den Erfolg der „Ersten“ den Sprung in die Kreisliga C gepackt haben, waren mit dabei. Gemeinsam machten sie die Nacht zum Tage. „Meine Frau hat mich um 1.30 Uhr abgeholt“, berichtete der Meister- und Aufstiegsgarant, „ich hab’ ‘Leimi’ dann den Schlüssel in die Hand gedrückt.“ Felix Leimkühler habe „das meiste Sitzfleich“, bemerkte Steffen Szymiczek, „er musste den Laden abschließen.“ Wie er gehört habe, sei das gegen 2.30 Uhr gewesen. Da lag Szymiczek bierselig in der Falle und träumte vom bis dato schönsten Tag seiner Trainer-Karriere.

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