Billerbeck
Gerne wieder mit Sternchen

Darup. Das gesteckte Ziel haben sie nicht einfach nur erreicht, nein, der Spielertrainer erteilt dafür eine besondere Auszeichnung. „Einstelliger Tabellenplatz“, lächelt Micky Gravermann. „Und das sogar mit Sternchen.“ Bestens zufrieden sind sie beim A-Ligisten Borussia Darup, was aber gewiss nicht dazu verleiten soll, sich auszuruhen und die Lobeshymnen zu genießen. „Wir wollen diese Platzierung bestätigen“, betont Gravermann. Wenn es dann noch gelingt, die vielen Youngster einzubauen, werden sie rund um die Borussen-Arena wieder viel Spaß haben.

Dienstag, 23.07.2019, 11:10 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 11:30 Uhr
Foto: az

Rang acht war es am Ende der abgelaufenen Saison. Was in anderen Clubs nach Mittelmaß klingen könnte, wissen sie in Darup durchaus zu schätzen. Zumal es nicht irgendein achter Platz war: Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zehnten, nur fünf Zähler der Rückstand auf Rang fünf. Und: In der Rückrundentabelle belegen die Daruper den vierten Platz, punktgleich mit Titelanwärtern wie SG Coesfeld 06, Westfalia Osterwick und ASC Schöppingen. Das ist gut gelaufen, stellt der Trainer fest.

Die Reise in die einstelligen Regionen wollen sie auch diesmal antreten, wenn auch mit der Gewissheit, dass der Weg beschwerlicher werden könnte. „Die Liga ist stärker geworden“, sagt Micky Gravermann mit Blick auf die beiden Absteiger DJK Coesfeld und Adler Buldern – wobei ihn die Entscheidung der DJK-VBRS, freiwillig in die A-Liga zu gehen, „sehr gewundert“ hat. „Die sind sicherlich weit oben anzusiedeln, auch Westfalia Osterwick und SG Coesfeld 06“, urteilt der 43-Jährige. Wobei es gar nicht sein Ding ist, sich so intensiv mit den Gegnern zu beschäftigen. „Wir blicken auf uns“, betont er.

Denn da gibt es genug zu tun. Gravermann, längst ein alter Hase im Fußballgeschäft, setzt auf die jungen Wilden. Mit Julius Berning, Aaron Elpers, Felix Duzinski, Robin Graes, Jonas Leufke, Jonas Lovanyi und Julius Terbrack, der zum Frühsenior erklärt wird, rücken gleich sieben A-Jugendliche in den Kader. Ob sie es alle auf Anhieb packen werden, bleibt abzuwarten. „Aber sie sollen sich zeigen können“, erklärt der Trainer. Wer noch Zeit benötigt, kann die zweite Mannschaft in der C-Liga verstärken, mit der sie eine enge Zusammenarbeit pflegen. Auf jeden Fall ist der Kader der Borussia breit aufgestellt, deutlicher breiter als zuletzt – was sich als Vorteil erweisen soll, wenn mal Stammspieler ausfallen.

Eine zahlenmäßig beeindruckende Dichte herrscht auf der Torwartposition: Gleich fünf Schnapper zählen zum Kader – das aber aus gutem Grund. „Wir hatten da in der Vergangenheit immer mal wieder Personalprobleme“, berichtet Gravermann. So befindet sich Julian Thiemann nach einer Fuß-OP im Aufbautraining, Jonas Menzel kann nicht an jedem Sonntag zur Verfügung stehen. Felix Tiefenbach ist ein Kandidat für den Job zwischen den Pfosten, ebenso Youngster Robin Graes. Und dann ist da noch der Routinier: Danny Seidel packt an, wenn er gebraucht wird. „Er gehört nach wie vor dazu, darüber sind wir sehr froh“, lächelt der Trainer.

Hinten wollen sie sich weiter stabilisieren, vorne sind sie ohnehin prima aufgestellt. 63 Buden in 30 Spielen der vergangenen Saison sind eine ordentliche Bilanz. Thomas Puhe steht mit 16 Toren an der Spitze der internen Liste, dahinter folgt mit 13 Treffern Jan Ahlers – und jetzt kehrt noch einer zurück, der ebenfalls weiß, wo der Kasten steht: Manuel Eustermann schließt sich nach seinen Ausflügen zu GW Nottuln und BW Aasee wieder seinem Heimatverein an. „Er wird wegen seines Studiums kürzertreten, unterstützt uns aber immer, wenn es passt“, kündigt Micky Gravermann an. Eustermann könnte ein weiterer Faktor dafür sein, dass bei den Borussen am Ende wieder ein Sternchen hinter der Platzierung steht. 7 nächste Folge am Mittwoch: über die Mannschaft, die eine zweite Chance geschenkt bekommen hat – und die besser nutzen möchte.

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