Billerbeck
Auf Anna Haberecht ist Verlass

Billerbeck. Wochenlang hat sie aus Verletzungsgründen nicht gespielt. Jetzt aber, als diese richtungsweisende Partie anstand, biss die beste Torjägerin auf die Zähne – mit Erfolg. „Selbst eine nicht ganz fitte Anna Haberecht macht den Unterschied“, wusste Walter Okon um die Bedeutung der „Lebensversicherung“, die mit drei Treffern maßgeblich zum 5:1-Erfolg des VfL Billerbeck gegen den SC Wiedenbrück beitrug. Ein extrem wichtiger Sieg, mit dem sich die VfL-Frauen ein Polster auf die Abstiegsränge verschafften.

Dienstag, 19.11.2019, 08:59 Uhr
Die Torjägerin nimmt Maß: Anna Haberecht (2. von links) zieht ab, Meike Knipper (links) überlasst ihr die Kugel. Am Ende siegte der VfL Billerbeck 5:2 gegen SC Wiedenbrück. Foto: Frank Wittenberg

5:1 klingt deutlich, war es aber nicht. „Wir haben sicherlich verdient gewonnen, aber auch zu hoch“, gab der Trainer ehrlich zu. „Denn Wiedenbrück hat gut gespielt und nie aufgegeben.“ Vor allem in der ersten halben Stunde hatten die Billerbeckerinnen ihre liebe Mühe gegen einen Gegner, der viel griffiger und mutiger auftrat. „Da waren wir zu nervös“, stellte Okon fest. „Allen war die Bedeutung dieses Spiels klar.“ Heraus kam eine, so der Trainer, „unsaubere und zu englische Spielweise“ mit vielen langen Bällen, die verpufften.

Balsam auf die Seele verteilte Anna Haberecht, als sie in der 29. Minute nach Vorarbeit von Franziska Diekmann das 1:0 markierte. Nur fünf Minuten später legte Haberecht für Diekmann auf – mit diesem 2:0 lief auch das Spiel des VfL endlich besser.

Auch in der zweiten Halbzeit mussten die Billerbeckerinnen einige enge Situationen überstehen. Das sei sicherlich auch der fehlenden Kraft und Konzentration geschuldet, bilanzierte Okon: „Wir hatten viele Spielerinnen auf dem Platz, die zuletzt kaum trainiert haben.“ Dennoch gelang ein weiterer Doppelschlag: Anna Haberecht (64.) und Maren Schulte (68.) erhöhten auf 4:0.

Geschlagen gab sich Wiedenbrück immer noch nicht. Celina Hardekopf verkürzte auf 4:1 (75.), und kurz darauf musste Torfrau Sarah Hauling nach einer Hereingabe und einem Schuss aus fünf Metern mit einer starken Parade den zweiten Gegentreffer verhindern. „Dann hätte es noch einmal wackelig werden können“, atmete der Trainer durch. So nutzte Anna Haberecht in der 88. Minute einen Konter zu ihrem dritten Tor und dem 5:1-Endstand.

Gut gemacht! Trotz der Ausfälle von Lisa Schlottbohm und Lea van den Berg sowie Betty Anane, die nach ihren Oberschenkel-Problemen geschont wurde, gelang dieser wichtige Sieg – weil zum Beispiel Meike Knipper erstmals seit Monaten wieder ausgeholfen hat und etliche Spielerinnen trotz fehlender Körner auf die Zähne gebissen haben. Mit neun Punkten Vorsprung auf die möglichen Abstiegsränge geht der VfL nun in die Rückrunde, die in zwei Wochen mit dem Auswärtsspiel beim BSV Ostbevern beginnt. Eine Bilanz, mit der Walter Okon leben kann: „Unter den Vorzeichen mit den vielen Ausfällen haben wir eine gute Hinserie gespielt.“ 7 VfL Billerbeck – SC Wiedenbrück 5:1; Tore: 1:0 Anna Haberecht (29.), 2:0 Franziska Diekmann (34.), 3:0 Anna Haberecht (64.), 4:0 Maren Schulte (68.), 4:1 Celina Hardekopf (75.), 5:1 Anna Haberecht (88.).

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