Fußball: Andreas Medding bleibt Trainer beim B-Ligisten SW Beerlage
Ein Herz für den Nachwuchs

Beerlage. Aus dem eigenen Stall zu kommen, macht es nicht unbedingt einfacher. Für Andreas Medding ist das aber auch ein Stück weit Verpflichtung. „Natürlich hängt mir dieser Verein am Herzen“, sagt er über SW Beerlage. Da zu unterstützen, jetzt noch einen Neuaufbau mit jungen Spielern anzugehen, ist für den 53-Jährigen eine Ehrensache. Deshalb bleibt er auch in der kommenden Saison 2020/21 Trainer des B-Ligisten.

Sonntag, 26.01.2020, 10:10 Uhr
Immer engagiert am Seitenrand: Andreas Medding geht ins dritte Trainerjahr bei SW Beerlage. Fotos: fw Foto: az

Meddings Ja-Wort sorgt für große Erleichterung bei den Verantwortlichen. „Wir freuen uns ganz besonders, dass Andreas mit uns den Generationenwechsel angeht“, teilt Philipp Große Enking für die SW-Fußballabteilung mit. „Er hat einen enormen fußballerischen Sachverstand und ist ein authentischer, positiver Typ, der bei den Jungs ankommt.“ In den bisherigen eineinhalb Jahren habe der Trainer eine super Arbeit geleistet: „Es passt einfach gut!“ Unterstützt wird Andreas Medding künftig von Dirk Tönsgerlemann als Torwarttrainer und Axel Franke, der den Bereich Kraft und Fitness übernimmt.

Die Aufgabe wird allerdings nicht einfacher, da macht sich Medding nichts vor. „Mit den großen Clubs können wir nicht mithalten“, verweist er darauf, um jeden einzelnen Kicker kämpfen zu müssen. Jetzt haben einige Altgediente auch noch ihren Rückzug angekündigt: Julian Tacke und Michael Wigger wollen im Sommer aufhören, auch Fabio Wigger-Pieper wird wegen seines Studiums nicht mehr zur Verfügung stehen. Lennart Götte und Axel Franke mussten schon während der laufenden Saison die Treter aus hartnäckigen Verletzungsgründen an den Nagel hängen. „Die jungen Spieler werden die Lücken füllen müssen“, blickt der Trainer auf Youngster wie Simon Feldmann, Felix Medding und Michel Ueding, drei Talente, die aus der A-Jugend hochrücken. „Gerne möchten wir das Team punktuell auch noch mit externen Neuzugängen verstärken und halten die Augen offen“, erklärt Philipp Große Enking.

Das kurzfristige Ziel ist klar: Die Beerlager, die gestern Abend wieder ins Training eingestiegen sind, wollen die gute Hinserie bestätigen, vielleicht noch etwas klettern in der Tabelle, in der sie auf Platz neun überwintern. „Verrückt“, schüttelt Andreas Medding den Kopf. „Mit 27 Punkten wärest du in etlichen anderen Ligen deutlich besser platziert.“ Nach unten haben sie sich ein feines Polster gelegt. Ausruhen gilt aber nicht, wenn die Rückrunde mit zwei Heimspielen gegen Adler Buldern II am 1. März und eine Woche später gegen SG Coesfeld 06 II fortgesetzt wird. „Wir wollen vor allem denen, die am Saisonende aufhören, einen guten Abschluss bereiten.“

Und dann beginnt das nächste Abenteuer. Weiterhin vernünftig in der B-Liga mitspielen, das ist das, was sich in Holthausen alle wünschen. Mit Andreas Medding, der vor seinen aktiven Stationen bei den Bezirksligisten ESV Coesfeld und SC Nienberge sowie dem Landesligisten 1. FC Gievenbeck selbst jahrelang für die Beerlager aufgelaufen ist, will es in seinem dritten Trainerjahr anpacken. „Natürlich habe ich mir das gründlich überlegt“, lächelt er. „Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es noch weitergehen sollte.“

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