Bezirksliga: VfL Billerbeck verliert 1:3 gegen TSG Dülmen
Viel Frust und keine Punkte

Billerbeck. Nach dem Abpfiff musste der Frust raus. Yannick Gieseler, gewöhnlich ein besonnener Vertreter, teilte dem Schiedsrichter gestern Abend seinen Unmut über einige Entscheidungen mit. „Dafür habe ich dann die gelb-rote Karte gesehen“, schüttelte der Trainer des VfL Billerbeck den Kopf. Das passte zu diesem Spiel, in dem die Gastgeber eine 1:3-Niederlage gegen die TSG Dülmen kassierten und sich in mehreren Situationen benachteiligt fühlten.

Donnerstag, 05.03.2020, 06:40 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 06:50 Uhr
Da war die Welt noch in Ordnung: Leon Holtmann (links) entwischt dem Dülmener Mazlum Genc und trifft zum zwischenzeitlichen 1:1 für die Billerbecker, die am Ende aber ohne Punkte blieben. Foto: Frank Wittenberg

Mächtig Dampf machten die Gäste in der Anfangsphase, und sie gingen schon früh in Führung: Ecke Alexander Kock, Kopfball Mazlum Genc, das 0:1 in der achten Minute. Aber der VfL schüttelte sich kurz und schlug mit dem ersten Torschuss zurück: Nach einem Steilpass erkannte Leon Holtmann blitzschnell, dass TSG-Keeper Aziz Retzep die kurze Ecke geöffnet hatte – „Holti“ behielt die Übersicht und schob flach zum 1:1-Ausgleich ein. „Wir haben nach den ersten zehn Minuten selbst vorne gut angeschoben“, lobte der Trainer sein Team. „Aber mir war klar, dass wir das nicht über die gesamte Spieldauer so durchhalten können.“

Nach diesem fulminanten Auftakt hielten die Billerbecker die Partie offener, auch wenn die Gäste mehr Ballbesitz aufwiesen. Dicke Möglichkeiten blieben Mangelware, und aus Sicht des VfL war auch die Entstehung des 1:2 eigentlich keine. „Das war ein ganz normales Kopfballduell ohne Armeinsatz“, ärgerte sich Yannick Gieseler über den Freistoßpfiff in der 40. Minute. Und der hatte Folgen, denn Alexander Kock donnerte den Ball an die Latte – den Abpraller versenkte Robin Kettner zur erneuten TSG-Führung.

Nach dem Seitenwechsel bot sich die Riesenchance zum Ausgleich: Einen Schuss von Philipp Daldrup wehrte Aziz Retzep ab. Der Abpraller landete auf dem Kopf von Leon Holtmann – der bekam aber nicht mehr genug Druck auf die Kugel und zielte vorbei. „Der muss eigentlich rein“, trauerte Gieseler der Möglichkeit nach. So nutzten die Dülmener in der 70. Minute einen Konter zum 1:3 durch Alexander Kock, was die Billerbecker erneut auf die Palme brachte. „Das war mindestens einen Meter Abseits“, versicherte der Trainer. Der durfte nur einen Punkt aus den drei Spielen binnen acht Tagen notieren. Gewiss nicht die perfekte Bilanz, aber er gab trotzdem seinem Personal frei bis zum nächsten Dienstag: „Das können wir jetzt alle gebrauchen, ich auch.“ 7 VfL Billerbeck – TSG Dülmen 1:3; Tore: 0:1 Mazlum Genc (8.), 1:1 Leon Holtmann (16.), 1:2 Robin Kettner (40.), 1:3 Alexander Kock (70.).

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