Fußball: VfL Billerbeck mit Torjäger-Instinkt und Comeback-Qualitäten
Bei „Leimi“ läuft’s wie geschmiert

Billerbeck. Die Quote aus dem Vorjahr hat er schon locker verdreifacht. Und das nach nur vier Spieltagen! „Es läuft so wie früher“, lacht Felix Leimkühler. Zwei Buden gegen den SC Reken, dann zwei im Spiel bei Adler Weseke, jetzt erneut zwei gegen die SG Coesfeld – drei Doppelpacks in Folge, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der VfL Billerbeck auch drei Siege in Serie eingefahren hat. Ein Verdienst der gesamten Mannschaft, betont der Torjäger, aber Fakt ist: Bei „Leimi“ läuft’s wie geschmiert.

Dienstag, 29.09.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 12:00 Uhr
Perfekte Ballbehandlung – und seine Schusstechnik ist ohnehin gefürchtet: Mit bereits sechs Saisontoren hat Felix Leimkühler (links) maßgeblich zum guten Saisonstart des VfL Billerbeck beigetragen. Foto: Frank Wittenberg

Das weiß auch sein Trainer zu schätzen. Auch wenn Yannick Gieseler dem guten Leimkühler gleich die Hälfte seiner Buden aus der abgebrochenen Saison 2019/20 absprechen wollte. „Ein Tor hat er da nur gemacht“, erklärt der Coach, was seinen Schützling gleich auf den Plan ruft: „Stimmt nicht, es waren zwei.“ Aber eben kein Vergleich zur Quote, die der Mann mit der Nummer 17 aktuell hinlegt. „Er ist topfit, und das macht sich bemerkbar“, lächelt Gieseler. „Wenn es läuft und du das Selbstvertrauen hast, dann knallst du die Dinger auch rein.“ So wie am Sonntag, als Felix Leimkühler mit einem direkt verwandelten Freistoß und einem satten Schuss den 1:2-Rückstand gegen die SG Coesfeld 06 in einen 3:2-Sieg umwandelte.

Ja, die Vorbereitung lief gut, stellt der 28-Jährige fest. „Ich habe aber nicht mehr oder weniger als sonst gemacht“, gibt es kein spezielles Erfolgsrezept. „Die Selbstverständlichkeit ist einfach da.“ Und natürlich profitiert er davon, dass der VfL mittlerweile deutlich konsequenter nach vorne spiele. „Wir haben super Mitspieler im Mittelfeld hinter mir mit enormer Qualität.“ Entsprechend werden sie im Angriff gefüttert mit guten Bällen, die es einfach verdient haben, versenkt zu werden.

Hinzu kommen diese überragenden Comeback-Qualitäten. Bereits zum dritten Mal in Folge hat er der VfL einen Rückstand in einen Sieg gedreht – weshalb der Trainer auch beim 1:2-Zwischenstand gegen die SG gelassen blieb. „Gefühlt liegen wir ja immer zurück“, stellt Yannick Gieseler fest. Aber er weiß, dass sein Personal immer noch einen gang raufschalten kann – und deshalb mit neun Punkten schon auf Platz drei der Tabelle geklettert ist. Folglich dürfen sie sich nächsten Sonntag am Helker Berg auf das nächste Topspiel freuen, wenn das bislang verlustpunktfreie Team des FC Epe in Billerbeck antritt.

Wohin die Reise in dieser Spielzeit geht? Nein, Felix Leimkühler, der als Controller bei den Farbwerken Ostendorf in Coesfeld arbeitet, ist kein Lautsprecher. „So früh wie möglich einen einstelligen Tabellenplatz sichern“, betont er. Dann sehen, was weiter geht. Und auf eine persönliche Quote will er sich trotz des super Saisonstarts ohnehin nicht festnageln lassen. Über 30 Tore waren es im Aufstiegsjahr 2017/18, vier im Jahr darauf und besagte zwei in der vergangenen Saison. Jetzt schon sechs, aber wie viele es am Ende werden, möchte er nicht voraussagen. „Ich habe mir mal eine Zahl vorgenommen, aber das hat am Ende nicht geklappt“, zuckt „Leimi“ mit den Schultern. „Also lasse ich es auf mich zukommen.“

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