Fußball: Schwache Leistung der VfL-Frauen beim 0:4 in Berghofen
Zu keiner Zeit auf der Höhe

Billerbeck. Selbst eine Nacht Schlaf brachte keine schnelle Linderung. Nein, der Frust saß tief bei Frank Averesch. Denn Niederlagen können passieren – aber bitteschön nicht auf diese Art und Weise. „So schlecht habe ich meine Mannschaft noch nie erlebt“, schüttelte der Trainer angesichts des klaren 0:4, das die Westfalenliga-Fußballerinnen des VfL Billerbeck bei der SpVg Berghofen II kassiert hatten, den Kopf. „Ich hoffe, das bleibt eine absolute Ausnahme.“

Dienstag, 20.10.2020, 07:05 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 07:10 Uhr
der Blick zum Spiel: Für Liska Behrens (links) und den VfL Billerbeck lief bei der 0:4-Niederlage in Berghofen wenig bis gar nichts zusammen. Foto: Frank Wittenberg

Ein ungutes Gefühl beschlich Averesch bereits beim Aufwärmen. „Da hatte ich schon den Eindruck, dass wir körperlich und mental gar nicht richtig auf dem Platz sind“, stellte er fest – und das sollte nicht täuschen, denn von Beginn an liefen die Billerbeckerinnen der Musik hinterher. „Wir waren in jedem Zweikampf unterlegen.“ So tat sich das Team aus Berghofen, das bis dahin nur drei Punkte auf dem Konto hatte, leicht, Chancen zu erspielen. Leonie Witt nutzte eine davon in der 24. Minute zur Führung. Antonia Dumancic baute den Vorsprung sieben Minuten später auf 2:0 aus. „Wir können uns noch bei Sarah Hauling bedanken, dass das Ergebnis nicht höher ausgefallen ist“, lobte der Trainer zumindest seine Torfrau.

Ein bisschen besser agierten die VfL-Frauen im zweiten Durchgang nach einigen Umstellungen. Dennoch kassierten sie zwei weitere Gegentreffer durch Julia Cieslik (59.) und Leonie Witt (74.). „Der Sieg für Berghofen geht völlig in Ordnung“, gab Frank Averesch ehrlich zu. „Aber dafür waren wir selbst verantwortlich, denn wir haben es dem Gegner ermöglicht, vier Tore zu schießen.“

Einfach zur Tagesordnung übergehen will der Trainer deshalb nicht. Diese Leistung gelte es zu besprechen und aufzuarbeiten, denn das dürfe sich nicht wiederholen. „Auch wenn einige Leistungsträgerinnen gefehlt haben, kann ich erwarten, dass zumindest gekämpft wird“, ärgerte sich Averesch, der nun auf eine Reaktion hofft. Am kommenden Sonntag (25. 10.) um 15 Uhr ist die Mannschaft von Arminia Ibbenbüren am Helker Berg zu Gast, die mit fünf Punkten aus vier Spielen ebenfalls eher durchwachsen in die Saison gestartet ist. „Das wird nicht einfach“, ahnt der Trainer. „Aber die Mannschaft muss jetzt die Kurve bekommen.“ 7 SpVg Berghofen II – VfL Billerbeck 4:0; Tore: 1:0 Leonie Witt (24.), 2:0 Antonia Dumancic (31.), 3:0 Julia Cieslik (59.), 4:0 Leonie Witt (74.)

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