Jugendfußball: U 17 träumt als Aushängeschild vom Bezirksliga-Aufstieg
VfL-Mädchen machen Dampf

Billerbeck. Die Hoffnung auf den Sprung in die Bezirksliga geben sie nicht auf. „Wir gehen erstmal davon aus, dass wir ab April wieder spielen dürfen“, zeigt sich Frank Bergmann optimistisch. Dann wollen sie vollenden, was im Spätsommer und Herbst erfolgreich begonnen hat: den Titel in der Kreisliga A einfahren und das Ticket für die höhere Klasse lösen. Denn das Zeug, als Aushängeschild des Mädchenfußballs im VfL Billerbeck überkreislich zu spielen, haben die U 17-Juniorinnen allemal.

Freitag, 05.02.2021, 07:05 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 07:10 Uhr
Die U 17-Fußballerinnen des VfL Billerbeck hoffen noch auf den Bezirksliga-Aufstieg: (oben von links) Trainerin Betty Anane, Hannah Elsinghorst, Maja Bergmann, Alina Kreuziger, Lucie Besmehn, Jule Arning; Mitte von links: Mannschaftsverantwortlicher Frank Bergmann, Inga Wieling, Teresa Rehers, Marlene Stallmeyer, Pia Faber, Pia Scheffler, Milena Noll, Physiotherapeutin Milena Bergmann, Torwartttrainerin Karin Geuking; unten von links: Nele Giering, Johanna Steinkamp, Amelie Schräer, Milla Lüke, Alina Henning, Lilli Kaleske. Foto: az

Das wäre zugleich der Lohn für eine über Jahre kontinuierliche Aufbauarbeit. Sechs Mannschaften in vier Altersklassen sind in der laufenden, allerdings unterbrochenen Saison 2020/21 gemeldet – „wir sind überall breit aufgestellt“, sagt Bergmann, der vier Jahre lang als Koordinator für den Mädchenfußball im VfL an der Entwicklung beteiligt war und diese Aufgabe im Sommer 2019 an Christian Ebbert übergeben hat. „Christian macht eine super Arbeit“, lobt er seinen Nachfolger, der gemeinsam mit den Trainern und Helfern dafür sorgt, dass der Mädchenbereich in Billerbeck weiter floriert und auch einige Auswahlspielerinnen stellt. „Wir wollten jetzt sogar eine U 9 melden“, blickt Frank Bergmann auf die jüngsten Fußballerinnen. „Aber da hat uns das Coronavirus zurzeit leider ausgebremst.“ Immerhin seien bisher keine großartigen Abmeldungen zu verzeichnen, wie sie in vielen Sportarten befürchtet werden: „Die Mädels bleiben dabei.“

In der Hoffnung, möglicherweise im April auf den Platz zurückkehren zu können, wird das Training auf Abstand bei der U 17 um Trainerin Betty Anane aktuell wieder hochgefahren. Seit Ende Oktober hängen die Spielerinnen in der Warteschleife, in der sie sich weitgehend eigenständig fit gehalten haben. „Seit dieser Woche treffen wir uns auch online, zum Beispiel für Stabi-Übungen und ähnliches“, erklärt Bergmann, der als Mannschaftsverantwortlicher ebenso wie die über viele Jahre erfahrene Karin Geuking als Torwarttrainerin und Milena Bergmann als Physiotherapeutin wertvolle Unterstützung für Betty Anane liefert.

Die Trainerin bringt eine Menge Erfahrung mit und spielt unter Frank Averesch in der Westfalenliga-Mannschaft des VfL – ein wichtiger Grund, warum sie sich in der U 17 den Aufstieg herbeisehnen. „Im Hinblick auf den Unterbau für unsere Frauen wäre es natürlich von Vorteil, wenn wir künftig in der Bezirksliga spielen“, betont Matthias Heuermann als Verantwortlicher für den Frauenfußball im VfL. Zumal der Sprung ohnehin groß sei, größer als im Jungenbereich, weil es ja bei den Mädchen keine U 19 gebe und dadurch zwei wichtige Jahre der Entwicklung fehlten, bevor es in den Seniorenbereich gehe. „Dabei gibt es sicherlich einige Vereine, die eine solche Mannschaft stellen könnten.“ Auch wenn das Personal in den älteren Jahrgängen schneller ausdünne als bei den Jungs.

Abhilfe könnte zum Beispiel eine U 21 schaffen, in der die jüngeren Spielerinnen auch im Seniorenbereich zunächst gemeinsame Sache machen und sind langsam herantasten könnten, blickt Frank Bergmann voraus. Die zweite Mannschaft als Perspektivteam unter dem Westfalenliga-Kader, dazu eine dritte Mannschaft für alle, die einfach Lust haben, gemeinsam Fußball zu spielen, das könnte sich auch Matthias Heuermann für die Zukunft gut vorstellen: „Eine Dritte hatten wir schon einmal, die würden wir gerne wieder einrichten.“

Dazu werde es immer ein wichtiges Ziel bleiben, junge Spielerinnen rechtzeitig an die Westfalenliga-Mannschaft heranzuführen, wie es auch in den vergangenen Jahren oft gelungen sei. „Eigentlich sollten jetzt in der Rückrunde schon ein paar Mädels aus der U 17 in der ersten Frauenmannschaft mittrainieren, um erste Erfahrungen zu sammeln“ erklärt Frank Bergmann – aber auch da habe die Corona-Pandemie vorerst alle Überlegungen ausgebremst. Ihren Weg werden sie dennoch nicht aus den Augen verlieren, weder im Mädchenbereich, noch bei den Jungen des VfL, wo ebenfalls hervorragende Arbeit geleistet werde, betont Matthias Heuermann: „Alle sind sehr engagiert, das macht zurzeit richtig Spaß.“

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