Fußball: Michael Schmitz (DJK Vorwärts Lette) nimmt Abschied vom Trainer-Job
„Jetzt ist Schicht im Schacht“

Lette. Der Aufstiegskrimi in Ahaus war sein letzter Auftritt. Michael Schmitz (41) will nicht mehr Trainer sein. Aus privaten und beruflichen Gründen hört er auf. Ihm fehlt auf Dauer die Zeit, um diesem intensiven Nebenjob gerecht zu werden. „Jetzt ist Schicht im Schacht“, meinte „Schmiddi“, wie ihn seine Kumpels aus Lette rufen.

Dienstag, 06.06.2017, 16:58 Uhr

Papa mit Tochter: Michael Schmitz Anni, knapp wzei Jahre jung und sein größter Fan. Foto: Ulrich Hörnemann

Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage (wir berichteten) gegen die Reservisten von Vorwärts Epe trommelte Michael Schmitz, der in dieser Saison von Marco Kleinhölting vorbildlich unterstützt wurde, sogleich alle Spieler zusammen. Viele ließen die Köpfe hängen, einige hockten bitter enttäuscht auf dem Rasen. „Jungs, ihr habt ein tolles Spiel gezeigt. Macht euch keine Vorwürfe, ihr habt alles investiert“, fand er die passenden Worte, um seine Kadetten wieder aufzurichten, ehe „Schmiddi“ sich in einer emotionalen Ansprache von ihnen als Coach verabschiedete. „Bleibt dabei! Gebt alles, habt weiter Spaß“, sagte er, „es war mir eine Ehre!“

Der leise Moment des Abschiednehmens ist ihm doch schwerer gefallen als erwartet. Michael Schmitz, der mit seinem Personal am Donnerstag zur Mannschaftsfahrt nach Mallorca fliegt, wurde ein wenig sentimental und hatte alle Mühe, seine Tränen zu verdrücken. Mit ihm geht ein Trainer, der immer ein offenes Ohr hatte für seine Spieler, der mehr Freund als Chef war. „Ich bin ja nicht weg“, meinte „Schmiddi“, „und bleibe weiterhin Teamleiter Senioren.“ Dann nahm er seine knapp zweijährige Tochter Anni in die Arme und kündigte neuen Nachwuchs an: „Im August bekommen wir unser zweites Kind.“ Ob Junge und Mädchen, wollten Papa Michael und Mama Judith, die beim Relegationsspiel im Ahauser Sportpark live dabei war, nicht verraten.

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