Coesfeld
Gnadenlose Hitzeschlacht

Coesfeld. Mit Anika Fels, Nele und Marco Sietmann gingen drei hoffnungsvolle Nachwuchsläufer der LG Coesfeld bei den NRW-Langstreckenmeisterschaften in Menden an den Start. Im Huckenohl-Stadion herrschten hochsommerliche Temperaturen. Durch die besondere Hanglage verwandelte sich das Stadion zu einem wahren „Hitzekessel“, so dass die Bedingungen für die Langstreckler alles andere als einfach waren.

Freitag, 27.04.2018, 10:36 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.04.2018, 20:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 27.04.2018, 10:36 Uhr
Das ausdauernde Trio der LG Coesfeld (von links): Marco Sietmann, Anika Fels und Nele Sietmann. Foto: az

Im ersten Rennen des Tages startete Nele Sietmann über 2000 Meter in der Altersklasse W 14 und fuhr auch gleich den ersten Treppchenplatz für die Kreisstädter ein. In einem Feld von 23 Starterinnen lief sie als Jüngste ein taktisch kluges Rennen. Nele Sietmann, die noch der Altersklasse W 13 angehört, konnte sich gegen die starke Konkurrenz behaupten und überquerte mit einem tollen Finish nach fünf anstrengenden Stadionrunden die Ziellinie als drittschnellste Läuferin. In 6:56,09 Minuten gab es auch noch eine neue erstklassige Bestzeit.

Für ihren Bruder Marco lief es im zweiten 3000 Meterlauf der männlichen Jugend U18 fast genauso gut wie zuvor für seine jüngere Schwester. Nach 9:38,69 Minuten eilte er als Vierter seines Laufes ins Ziel und pulverisierte seine alte Bestzeit um mehr als 18 Sekunden. Als Fünftbester seines Jahrganges reichte es im starken U 18 - Feld nach Auswertung beider Läufe für einen sehr guten 14. Rang in der Gesamtwertung.

Als letzte Starterin der LG Coesfeld hieß es dann für Anika Fels, 25 Runden auf den Tartan zu brennen, was bei dem Wetter der Realität entsprach und mehr als nur ein kleines Wortspiel war. Aufgrund der Hitze dezimierte sich das vorab gemeldete 13-er Feld schon vor dem Startschuss auf gerade mal sieben Läuferinnen. Anika Fels ordnete sich nach dem Start auf Position fünf hinter der Führungsgruppe ein und spulte in ihrer gewohnten Routine Runde um Runde mit konstanten Zeiten ab. Nach gut drei Kilometern mussten die ersten Läuferinnen dem flotten Tempo und der Hitze Tribut zollen und stiegen vorzeitig aus. Vier Kilometer vor Schluss lag die Billerbeckerin schon auf auf dem Bronze-Rang. Ihre beste Meisterschaftsplatzierung war ihr also schon sicher.

Das sollte Anika Fels aber nicht reichen. Wenige Runden vor Schluss zog sie das Tempo nochmal an, schob sich auf Rang zwei vor und feierte in 38:50 Minuten eine tolle Premiere auf der 25 Rundendistanz.

Als NRW-Vizemeisterin freute sie sich gemeinsam mit der Erst- und Drittplatzierten, dass sie bei diesen extremen Bedingungen ein mehr als hartes Rennen beendet hatten.

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