Coesfeld
Paukenschlag beim Spitzenreiter

Coesfeld. Der Paukenschlag beim Spitzenreiter sorgte für allerbeste Laune. „Das war ganz stark“, verteilte Dirk Haverkämper ein dickes Kompliment an seine DJK/VBRS-Handballerinnen – nicht allein wegen des beeindruckenden 31:27-Sieges bei Westfalia Kinderhaus, sondern auch wegen der Umstände. „Mit diesem dünnen Kader ist das umso höher zu bewerten.“ Mit letztlich nur acht Feldspielerinnen gelang der zweite Streich in dieser Saison gegen den Favoriten.

Sonntag, 29.04.2018, 19:52 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 29.04.2018, 19:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 29.04.2018, 19:52 Uhr
Vor allem in der zweiten Halbzeit war Steffi Lappe nicht mehr zu bremsen: Sie trug mit elf Toren zum 31:27-Sieg der DJK/VBRS-Damen in Kinderhaus bei. Foto: Frank Wittenberg

Ohne US-Studentin Magda Hemker, ohne Britta Reckers und Kerstin Böing, auch ohne Elisa Backeshoff, die sich im Abschlusstraining ein blaues Auge eingefangen hatte – und dann auch noch früh ohne Fiona van Ael, die angeschlagen nicht mehr eingesetzt werden konnte. „Unter den Umständen musste Franziska Wilde doch ran“, berichtete der Trainer, der seine Spielmacherin wegen ihrer Knieblessur eigentlich noch schonen wollte. „Sie durfte nur aus dem Rückraum schießen und nicht in die Zweikämpfe gehen“, hatte Haverkämper ihr mit auf den Weg gegeben. „Das hat sie super gemacht.“ Und dann war da noch Lu Ann Dirks, die eigentlich in der Bezirksliga-Reserve aufläuft. Sie feierte ihre Premiere, agierte mit Juliana Hüls ganz stark im Innenblock und warf vorne vier Treffer.

Unbeschwert aufspielen sollten die Coesfelderinnen beim Tabellenführer, aber der Schuss ging zunächst nach hinten los. „Wir haben gespielt wie die Angsthasen“, stellte Dirk Haverkämper angesichts eines schnellen 0:4-Rückstandes fest, der ihn schon in der siebten Minute zu einer Auszeit veranlasste. Und die zeigte Wirkung, denn fortan kamen die DJK-Damen besser in die Partie, verkürzten den Rückstand und drehten nach dem 8:11 (23.) richtig auf: Vier Treffer binnen dreieinhalb Minuten bescherten die 12:11-Führung. „Unsere Torhüterinnen haben einige Bälle rausgeholt, dann konnten wir Gegenstöße laufen“ – immer wieder erfolgreich durch Christel Daldrup, die insgesamt acht Tore erzielte. Mit einem 14:13-Vorsprung ging es in die Pause.

Schließlich trat das ein, worauf Haverkämper gehofft hatte: Das Westfalia-Team, für das es anfangs nach einem Spaziergang ausgesehen hatte, wurde immer rappeliger. Bis zum 21:21 in der 48. Minute ging es ganz eng zu – „aber gerade in dieser Phase sind wir nicht unruhig geworden“, sah der Trainer eine konzentrierte DJK-VBRS, die nie überdrehte und dann mit drei Toren in Folge zum 24:21 eiskalt zuschlug. Das war die Vorentscheidung in einer zweiten Halbzeit, in der Routinier Steffi Lappe überhaupt nicht mehr zu bremsen war. Über 26:23 (53.) und 31:25 fuhren sie den 31:27-Sieg ein.

Das hat Spaß gemacht! Während die Münsteranerinnen die Tabellenführung an den ETSV Witten abtreten mussten, bescheinigte Dirk Haverkämper seinem Team die beste Auswärtsleistung. „So könnte die Saison enden“, grinste er. „Aber nein, wir freuen uns natürlich auf unser letztes Heimspiel am nächsten Sonntag!“ 7 Westfalia Kinderhaus – DJK Coesfeld-VBRS 27:31; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Steffi Lappe (11/3), Christel Daldrup (8), Juliana Hüls (4), Lu Ann Dirks (4), Franziska Wilde (3), Lea-Sophie Schneider (1), Christian Wienecke, Lea Hemker, Fiona van Ael.

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