Coesfeld
Noch ist Deutschland nicht verloren

Coesfeld. Der Optimismus lebt! Die Elf vom Kinderzentrum Westmünsterland GbR glaubt weiter an unsere Nationalmannschaft. „Es kann ja nur besser werden“, sagt Dr. Thomas Horn voller Zuversicht, „die Fiesta gegen Mexiko war unterirdisch.“ Er glaubt an einen „einmaligen Ausrutscher“ (O-Ton Horn) unf tippt auf einen Sieg gegen Schweden. „Das 0:1 gegen Mexiko war ein Schuss vor den Bug“, meint Kollege Dr. Uwe Kalmus, „gerade zur rechten Zeit, um noch die Kurve zu kriegen.“

Freitag, 22.06.2018, 06:00 Uhr

Die fußball-begeisterte Elf vom Kinderzentrum Westmünsterland GbR: obere Reihe von links: Dr. Uwe Kalmus, Lena Thiemann, Doris Hemsing, Kerstin Bauland, Daniela Hüls; untern von links: Theresa Schriebl, Karin Langer, Alexandra Boom, Anita Icking, Maren Langer und Dr. Thomas Horn. Am morgigen Samstag von 10 - 14 Uhr ist großer Sammelbilder-Tauschtag in der Praxis am Lambertiplatz 3 (3. Etage). Nicht nur Panini-Fans sind willkommen. Wer andere Sticker (Fußball/Match Attax, Star Wars oder Spider-Man) sammelt, kann auch kommen. Foto: az

Die beiden Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin sind wahre Fußball-Fans. Ihre Praxis am Lambertiplatz, in der Coesfelder City, haben sie in eine Art WM-Studio verwandelt. Schwarz- Rot-Gold sind die bevorzugten Farben. Dr. Thomas Horn (52) und Dr. Uwe Kalmus (47) bilden mit ihren neun Mitarbeiterinnen eine schlagkräftige Elf. „Auf unsere Damen ist Verlass. Zu hundert Prozent“, lobt Dr. Kalmus sein fußball-begeistertes Team, „ich hoffe nur, dass unsere Nationalspieler am Samstagabend genauso engagiert auftreten.“ Noch so eine peinliche Vorstellung wie beim WM-Auftakt, dann wird der Schwedenhappen landesweit für Bauchweh sorgen. „Wir schaffen das“, hält es Dr. Horn mit Angela Merkel, die als Kanzlerin einen guten Draht zum Bundes-Jogi pflegt.

Früher, in jungen Jahren, hat Dr. Thomas Horn selbst auf dem Platz gestanden. „Ich war Torwart beim Bezirksligisten VfL Höxter.“ In der rund 30 000 Einwohner großen Kreisstadt ist er aufgewachsen. Studiert hat Dr. Horn in Göttingen, danach arbeitete er in den Krankenhäusern in Wolfsburg und Hameln, ehe er im Juni 1996 im St.-Vincenz-Hospital in Coesfeld anfing, um dann im Juli 2002 die Praxis von Dr. Wagner zu übernehmen.

Der Bayern-Fan, der den Kolumbianer James Rodriguez („Von ihm hab’ ich auch ein Trikot mit der Nr. 11“) als seinen Lieblingsspieler im FCB-Dress bezeichnet, war sogar in Eppan, als sich die DFB-Auswahl in Südtirol auf die WM vorbereitete. „Aber nur für einen Tag“, erzählt er, „eine schöne Herberge, total abgeschirmt, viel gesehen hab’ ich nicht, außer ein paar Spielern, die mit ihren Mountainbikes der Marke Cube vom Training zurückgeradelt kamen.“

Das Match Spanien gegen Europameister Portugal war bislang sein persönliches Highlight. „Beide zählen für mich zu den Titelfavoriten.“ Am Dienstagabend wollte er sich auch den Gastgeber Russland gegen die Ägypter mit Superstar Mo Salah anschauen. Doch „Stupsi“ hatte was dagegen. „Stupsi“, der Zwerghase von Sohn Julian, kränkelte. Notfall für den ‘Doc‘. „Ich hab’ mir extra Rat geholt bei Dr. Thomas.“ Mit den Tipps von Tierarzt Dr. Reinhard Thomas konnte er den vierpfotigen Patienten retten. „Spätabends habe ich noch ein paar Ausschnitte vom Russland-Spiel gesehen, mehr nicht“, berichtet der vielbeschäftigte Arzt, der wieder fleißig die WM-Panini-Sticker sammelt.

1978 in Argentinien, als Deutschland in Córdoba (2:3) gegen Österreich ausgeschieden ist, begann seine Sammelleidenschaft, genau wie bei Dr. Uwe Kalmus, der damals die Bundesliga-Bilder bevorzugte.

Dr. Kalmus, auch treuer Bayern-Anhänger, hat einen klaren WM-Favoriten: Brasilien. „Nach der WM im eigenen Land und dem 1:7 gegen Deutschland sind die Brasilianer genauso heiß wie die Bayern damals nach dem Finale dahoam gegen Chelsea“, erklärt Dr. Kalmus, der ein eifriger Hobby-Jogger ist, „man muss was tun.“ Den Deutschen traut er die Titelverteidigung nicht zu. „Wir haben zu viele Nebenkriegsschauplätze, zu viel Unruhe, siehe die Affäre Özil/Gündogan“, kritisiert er das DFB-Management, „ich hätte beide gar nicht mitgenommen.“

Gleichwohl hofft er, „dass wir doch noch Gruppenerster werden, um Brasilien im Achtelfinale aus dem Weg zu gehen“. Er vertraut auf die Paraden von Kapitän und Keeper Manuel Neuer. Frieda, seine zehnjährige Tochter, trägt in diesen Tagen ein Trikot mit der Nr. 1 und Neuers Namen auf dem Rücken. | Tauschbörse der WM-Panini-Sticker (oder andere Sammelbilder) am morgigen Samstag (23.6.) von 10 - 14 Uhr in der Praxis Dr. Horn/Dr. Kalmus, Lambertiplatz 3

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