Coesfeld
Ein bisschen Spannung muss schon sein

Coesfeld (fw). Den Hang seiner Spielerinnen, es wieder einmal unnötig spannend zu machen, konterte Dirk Haverkämper mit Ironie. „Ich finde das super“, versuchte der Trainer der DJK/VBRS-Handballerinnen glaubhaft zu versichern. „Sonst wäre es ja langweilig geworden.“ Deshalb machte es Sinn, einen Acht-Tore-Vorsprung beinahe zu verspielen, den Gegner wieder auf einen Treffer herankommen zu lassen – um am Ende doch mit dem 24:21 gegen Borussia Dortmund III den fünften Sieg in Folge zu feiern.

Sonntag, 31.03.2019, 19:31 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 08:38 Uhr
Souverän: Steffi Lappe verwandelte alle sechs Versuche von der Siebenmeter-Marke und erzielte zudem noch drei Treffer aus dem Spiel heraus. Foto: Frank Wittenberg

Was war da los in dieser zweiten Halbzeit? Offenbar im Gefühl des sicheren Sieges sind die Coesfelderinnen zu nachlässig geworden. „Wir haben mehrfach klare Chancen ausgelassen“, berichtete Haverkämper. „Oder wir haben dem Gegner gleich den Ball in die Hände gespielt.“ Diese einfachen Fehlpässe ermöglichten den Dortmunderinnen ein halbes Dutzend Tore durch Tempogegenstöße – Tor um Tor schmolz der scheinbar sichere Vorsprung.

Dabei hatten die DJK-Damen lange Zeit alles im Griff. „Wir haben in der ersten Halbzeit super verteidigt und hatten eine starke Maike Kreikenberg im Tor“, sah der Trainer eine gute Leistung und eine 5:2-Führung (8.), die sein Team über 10:4 (20.) bis auf 13:5 (26.) ausbaute. Die Gäste verkürzten zwar zur Pause noch auf 14:9, aber der Vorsprung war komfortabel. Zumal die DJK/VBRS-Damen beim 20:13 Mitte der zweiten Halbzeit ungefährdet dem Sieg entgegeneilten.

Das schien zumindest so – bis plötzlich nicht mehr viel klappen wollte. Nach dem 21:16 durch Christin Wienecke verkürzte der BVB binnen dreieinhalb Minuten auf 21:20 (54.). Es musste gezittert werden! Dann gab es Siebenmeter für die Coesfelderinnen: Steffi Lappe verwandelte so sicher wie die fünf Versuche zuvor. „Damit waren wir wieder in der Spur“, atmete der Trainer durch. Juliana Hüls und Christin Wienecke legten die Treffer zum 24:20 nach, am Ende stand der 24:21-Sieg auf der Tafel. Nicht durchweg schön, „aber auf jeden Fall verdient“, versicherte Dirk Haverkämper. Punktgleich mit dem Tabellenzweiten Westfalia Kinderhaus steht seine Mannschaft mittlerweile da – „weil wir auch solche dreckigen Spiele gewinnen.“ 7 DJK Coesfeld-VBRS – Borussia Dortmund III 24:21; Maike Kreikenberg und Steffi Gevers (im Tor), Steffi Lappe (9/6), Christin Wienecke (4), Magda Hemker (3), Franziska Wilde (2), Kerstin Böing (2), Lea-Sophie Schneider (2), Juliana Hüls (1), Lea Hemker (1), Britta Reckers, Christel Daldrup, Elisa Backeshoff.

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